Dr. Markus Wilp
Geschäftsführer des Zentrums für Niederlande-Studien an der Universität Münster
Neil Masnic
Power Forward des Zweitligisten Uni Baskets Münster
Was ist gameday.ms – Quick 3?
Ein Drei-Punkte-Wurf ist im Basketball das Sahnehäubchen – im Journalismus sind kurz-knackige Interviews äußerst beliebt. Im gameday kombinieren wir beides: Ein Angehöriger des UBC Münster und ein Uni-Angehöriger stellen sich gegenseitig drei Fragen.
Wir halten es gerne mit Albert Einstein: „Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen.“
Dieses Europa im Kleinen ist ganz wichtig für beide Länder.
Nicht selbstverständlich, dass der Vater so viel Zeit mit seinem Jungen verbringt.
Was sind aus deinen bisherigen Erfahrungen wesentliche Instrumente, eine gute Teamchemie in einer Basketball-Mannschaft hinzubekommen.?
Ganz wesentlich ist die Vorarbeit des Managements und der sportlich Verantwortlichen. Bei den Uni Baskets schaut man sich die Charaktere der Spieler genauestens an, um ein gutes Team zusammenzustellen. Für ein rundes Teamgefüge müssen diese harmonieren. Teambuilding, wie wir es in der Saisonvorbereitung in den Niederlanden gemacht haben, hilft genauso wie die Teamziele und persönliche Ziele im Einklang sein müssen.
Welchen Einfluss hat die Monarchie in den Niederlanden auf die Politik? Wie stellt sich die Dynamik dar?
Die historischen Traditionen machen einen Riesenunterschied zwischen den Niederlanden und Deutschland aus. Grundsätzlich ist die königliche Familie als identitätsstiftende Tradition ein verbindendes Element der niederländischen Gesellschaft. Als König Willem-Alexander kürzlich zu Gast im Haus der Niederlande war, schwärmte man aus deutscher Perspektive. Es gibt zwar eine breite Zustimmung, aber auch 20 bis 30 Prozent der Niederländerinnen und Niederländer, die lieber eine Republik wollen.
Als erfolgreicher Basketballer hast du in deiner Jugend viel Zeit in Sporthallen verbracht und auf Vieles mit Gleichaltrigen verzichtet. Was schätzt Du im Rückblick besonders?
Es ist nicht selbstverständlich, dass der eigene Vater so viel Zeit mit seinem aufwachsenden Jungen verbringt. Diese hat uns enorm geprägt. Als ich im WBV-Kader war, hat er mich immer zum Training gefahren. Er hat mir so viel geholfen – bis heute! Mein Vater war Trainer und als ich ganz klein war, selber noch Spielertrainer. Ohne diesen Sport hätten wir nie so viele gemeinsame Erinnerungen. Unsere Verbindung ist weit über den Basketball hinaus sehr, sehr eng und vertraut.
Was macht den deutsch-niederländischen Arbeitsmarkt aus Sicht des Hauses der Niederlande in Münster aus?
Es gibt kaum Nachbarländer auf dieser Welt, die so eng zusammenarbeiten wie Deutschland und die Niederlande, weil die Wirtschaftsstrukturen sehr komplementär sind und so viele Kontakte jedweder Art bestehen. Deshalb wollen wir junge Menschen für diese grenzüberschreitenden Aspekte begeistern, indem wir sie entsprechend ausbilden. Viele Unternehmen in beiden Ländern brauchen so ausgebildete Menschen – ein Bedarf, den wir gerne füllen wollen. Dieses Europa im Kleinen ist ganz wichtig für beide Länder.
Wichtiger Dreier, ein spektakulärer Block oder vielleicht der fantastische Assist: Was beschert dir die schönsten Momente eines Basketballerlebens?
All diese Aktionen können für den Wechsel des Momentums in einem Spiel sorgen oder gar spielentscheidend sein. Wenn da die Halle und Teambank mitgehen, kann sich eine Partie völlig drehen. Insofern kann ich mich gar nicht für eine Aktion als solche entscheiden, sondern für deren Bedeutung. Oft ziehen in einer Mannschaft dann alle Spieler an einem Strang.
Was sind die Kernunterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Universitätsbildung?
Das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden ist bei unserem Nachbarn enger und unkomplizierter, weil es zwischen ihnen eine größere Nähe gibt. Viele Angelegenheiten sind auch niedrigschwelliger – mit schnelleren, direktem Kontakt und Hilfeleistungen. Daneben ist der Studienalltag in den Niederlanden ein anderer, es gibt nicht diese großen Prüfungsmomente wie bei uns, sondern über das Semester verteilte Elemente.

Kurzprofil des Zentrums für Niederlande-Studien an der Uni Münster
30-jähriges Jubiläum des Hauses der Niederlande
Das Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) wurde 1989 an der Universität Münster gegründet. Seit dem Jahr 1995 ist es gemeinsam mit dem Institut für Niederländische Philologie und einer umfangreichen Bibliothek im historischen Krameramtshaus am Alten Steinweg, dem Haus der Niederlande untergebracht.
Expertise-Zentrum
Das ZNS ist das akademische Expertise-Zentrum für Niederlande-Forschung und deutsch-niederländische Beziehungen in Europa. Es vermittelt wesentliche Kompetenzen und Kenntnisse durch seine Aktivitäten in den Bereichen Lehre, Forschung und Wissenstransfer. Am ZNS lehren und forschen Mitarbeiter*innen, die Expert*innen für die Niederlande-Forschung und die deutsch-niederländischen Beziehungen in Europa in den Bereichen Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sprache und Kommunikation sind. Neben den Mitarbeiter*innen des ZNS, leistet auch die Fachschaft, sowie diverse Gremien und Kommissionen einen wesentlichen Beitrag zum Geschehen am Zentrum.
Fachschaft – Gewählte Studierendenvertretung
Die Fachschaft Niederlandistik und Niederlande-Deutschland-Studien ist die gewählte Studierendenvertretung aller Studierenden im Haus der Niederlande. Sie steht allen Studieninteressierten und Studierenden bei Fragen rund um das Studium zur Seite.

Eine Kooperation von Uni Baskets, Münstersche Zeitung und volt. Werbeagentur.