
Prof. Dr. Markus Donath
Arbeitsgruppe Donath im Physikalischen Institut an der Universität Münster

Jonas Weitzel
Center des Zweitligisten Uni Baskets Münster
Was ist gameday.ms – Quick 3?
Ein Drei-Punkte-Wurf ist im Basketball das Sahnehäubchen – im Journalismus sind kurz-knackige Interviews äußerst beliebt. Im gameday kombinieren wir beides: Ein Angehöriger des UBC Münster und ein Uni-Angehöriger stellen sich gegenseitig drei Fragen.
Wir halten es gerne mit Albert Einstein: „Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen.“
Hochschullehrer war überhaupt nicht mein Ziel.

Selbst im größten Hoch ist es „nur“ Basketball.


Wir haben beide in Würzburg studiert. An was denkst du spontan, wenn du an die Zeit in Würzburg denkst?

Vor allem denke ich an den Main und die „Talavera Mainwiesen“ im Sommer und die Abende am Wasser. In Münster haben wir den Kanal, aber das ist nicht das Gleiche, wenn man in der Stadt den Main hat, in dem wir oft abends schwimmen waren, mit den Weinbergen im Hintergrund. Wenn bei dem kleinen Musikfestival die Sonne vor der Hauptbühne hinter den Weinbergen unterging, das war schon phänomenal.

Du hast wie ich mehrere Stationen in deiner Karriere. Waren das alles bewusste Entscheidungen von dir selbst?

Mein Chef an der Uni Würzburg wurde Chef am Max-Planck-Institut in München und als Doktoranden gingen wir mit. Ein Manager von IBM eines Forschungslabors in den USA war zu Besuch und hat mich eingeladen für die Postdoc-Zeit. So bin ich über ein Jahr in San José in Kalifornien gewesen, hätte bleiben können. Im Nachhinein war es gut, zurückzukommen. Aus der Frage „Forschungsmitarbeiter oder Professur“ wurde durch den Ruf der Uni Münster inzwischen 25 Jahre Professur.

Du hast einen Hund namens Pauli, mit dem du gerne auf der Couch Zeit verbringst oder spazieren gehst. Was ist dir so wichtig an diesem Kontakt?

Alles! Ich bin sehr froh, Pauli zu haben. Meine Freundin Celine wollte immer schon einen Hund und hat mich so lange „therapiert“ (*lacht), bis ich auch einen wollte. Egal wie dein Tag gelaufen ist, du kommst nach Hause und deinem Hund ist es egal, ob du gerade Deutscher Meister geworden bist oder das schlechteste Spiel oder Training deines Lebens gemacht hast. Der freut sich einfach, dich zu sehen.

Ich kann noch ein paar Jahre Basketball spielen, überlege mir meinen Karriereschritt danach. Hattest du einen Plan in deiner Karriere?

Hochschullehrer mit viel Verantwortung oder Lehre war überhaupt nicht mein Ziel, zumal ich als Kind gestottert habe und eine Lehrtätigkeit nicht möglich schien. Während meiner Doktorarbeit hat ein Hochschullehrer zu mir gesagt: „Sie werden mal ein guter Hochschullehrer.“ Ursprünglich wollte ich mich der Forschung widmen. Jetzt ist Lehre neben der Forschung eine meiner Lieblingstätigkeiten. Das macht so viel Freude.

Was machst du nach einem Spiel, in dem dir fast alles gelungen ist oder fast alles schiefgegangen ist?

Über die Jahre habe ich gelernt, mich in beide Richtungen nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Wenn einem alles gelingt, versuche ich das noch in der Umkleide mit dem Team zu zelebrieren. Andersherum auch an einem schlechten Tag. Wenn ich die Halle verlasse, rufe ich meine Freundin an oder spreche ich mit meinem Vater über das Spiel – der Moment, loszulassen. Ich bin noch eine andere Person neben dem Basketballer Jonas. Selbst im größten Hoch ist es „nur“ Basketball.

Du hast als Professor Einfluss auf viele Generationen und Menschen. Positiven Einfluss auf die Gesellschaft nehmen möchte ich auch. Was kannst du mit deiner Erfahrung raten?

Mir macht es Freude, junge Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Ich habe auch bei meinen eigenen Kindern gesagt: Macht das, wo ihr eure Begabungen am ehesten einbringen könnt. Ich hatte selbst nicht diesen Masterplan, bin aber unheimlich dankbar, wie es gekommen ist. Der Gesellschaft trage ich auch über mein kirchliches Engagement bei oder mit Vorträgen, wo Glaube und Naturwissenschaft in Beziehung gesetzt werden.

Kurzprofil der Arbeitsgruppe Donath im Physikalischen Institut der Uni Münster
Die Arbeitsgruppe
Im Mittel arbeiten 10 bis 15 Personen von fest angestellten Mitarbeitern über Doktoranden bis zu einigen Master- und Bachelorstudierenden in der Arbeitsgruppe. Bachelors sind drei bis fünf Monate, Masterstudierende ein Jahr und Doktoranden mehrere Jahre dabei.
Das Forschungsgebiet
In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Markus Donath im Physikalischen Institut der Universität Münster forschen Bachelor-/Masterstudierende und Doktorand*innen an Spin-Phänomenen in Nanostrukturen.
Das Spin-Phänomen
Es geht hierbei um eine quantenmechanische Eigenschaft, den sogenannten Spin, mit dem Elektronen neben ihrer Masse und elektrischen Ladung charakterisiert werden können. Der Spin ist eine Art Eigendrehimpuls oder Drall, der die Elektronen zu Elementarmagneten macht. Diese Eigenschaft kann neben der elektrischen Ladung als Informationsträger für eine besonders effiziente Elektronik genutzt werden.
Eine Kooperation von Uni Baskets, Münstersche Zeitung und volt. Werbeagentur.

