„Meine Hauptgründe, in Münster zu bleiben, waren vor allem, dass ich in der ProA Spielzeit bekomme und das in einem vertrauten Umfeld machen kann“, hatte Paul Viefhues vor rund einem Jahr anlässlich seiner Vertragsverlängerung gesagt. Diese Möglichkeit besteht für die kommende Saison für den hochveranlagten 21-Jährigen nicht mehr. Demzufolge begleiten die Verantwortlichen der Uni Baskets den feststehenden Wechsel des Eigengewächses mit Verständnis. „Ich habe Paul gesagt, ich gönne ihm das. Er hat sehr viel investiert. Ich denke da auch an die Leidensstrecke mit seinen beiden Fußbrüchen, wo die ganze Saison weg war“, erklärte Götz Rohdewald.

Der Cheftrainer der Uni Baskets lobte: „Paul hat immer daran geglaubt, viel gearbeitet und eine sehr gute ProA-Saison bei uns gespielt. Und es war eigentlich klar, dass wir keine Chance haben werden, ihn für die ProB zu begeistern. Dafür war sein Jahr zu gut. Ich glaube, bei seinem neuen Club ist er gut aufgehoben, und ich hoffe, da macht er den nächsten Schritt in seiner Karriere. Von daher: Ich freue mich für ihn und wünsche ihm da alles erdenklich Gute!“

Viefhues trug im Alter von zehn Jahren erstmals das Trikot des UBC Münster und durchlief bei seinem Heimatklub alle Nachwuchsteams. Aus diesem Blickwinkel heraus verdeutlichte Helge Stuckenholz: „Ich freue mich sehr, dass ein Münsteraner jetzt einmal aus seinem Münsteraner Nest ausfliegt, weil Paul so viel Talent hat und weil unsere Jugendarbeit im Verein so hervorragendes leistet, dass wir wirklich ein Talent von dem Format herausbringen, wie es Paul hat. Noch ein Jahr mit uns in der ProB zu bleiben, wäre für ihn ein Rückschritt gewesen. Deshalb gehen wir im maximal Guten auseinander und wünschen ihm nur das Beste.“ Der Manager der Uni Baskets ist sich sicher: „Paul ist ein ProA-Spieler, dem hier und da noch ein bisschen Konstanz fehlt. Die wird er in seinem neuen Team dann finden.“ Zudem ist er „sehr gespannt darauf, wie weit es Paul noch bringen wird“.

Paul Viefhues nahm das Zuspiel auf: „Mein Ziel ist einfach, im Endeffekt herauszufinden, wie weit es mit Basketball gehen kann, aber wenn ich jetzt daran denke, wird es mir natürlich schwerfallen, nicht mehr vor den Heimfans in der vollen Halle in der Stadt zu spielen, in der ich groß geworden bin.“ Der gebürtige Münsteraner hob hervor: „Ich habe mich immer sehr wertgeschätzt gefühlt auf dem Weg von der U12 bis in das ProA-Team. Ich bedanke mich vor allem bei Helge und Götz, die mich zuletzt bei dieser schönen, elfjährigen Reise enorm unterstützt haben, aber ebenso bei allen Trainern in 11 Jahren UBC Münster sowie selbstverständlich auch den Physios und Ärzten. Außerdem möchte ich mich bei allen Mitspielern, allen aus der Geschäftsstelle und allen Helfern über die Jahre bedanken.“ Viefhues’ ganz besonderer Dank galt den Fans der Uni Baskets: „Man ist schon verwöhnt, was die Zuschauerzahlen und die Fanliebe angeht.“

Zur Person

Paul Viefhues bestritt in Saison 2024/25 insgesamt 29 Spiele für die Uni Baskets in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, in denen er durchschnittlich 10:48 Minuten auf dem Feld stand und eine Dreierquote von 36,6 Prozent aufwies. Bei identischer Dreierquote auch in der Saison 2025/26 verdoppelte der Shooting Guard seine Spielzeit in 33 Partien auf 21:50 Minuten und erzielte 8,6 Punkte im Schnitt. Den Fans der Uni Baskets besonders in Erinnerung bleiben dürfte sein Highlight-Spiel beim 92:86-Derbysieg gegen Bochum mit 24 Punkten bei einer Dreierquote von 56 Prozent. Zuvor durchlief der 21-jährige U20-Nationalspieler das Nachwuchsleistungsprogramm des UBC Münster.

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