Kollektiver Fehlstart

Die Uni Baskets mussten neben den Langzeitverletzten auf die angeschlagenen Philip Alston und Neil Masnic verzichten, spielten somit ohne vier. Als Kollektiv fehlten zu Beginn noch Ordnung und Fokussierung. Bochum bemühte sich wie stets um den guten und schnellen Ballvortrag und traf früh alles (15:0, 3.). Adam Touray erlöste die Gäste mit den ersten beiden Zählern von der Linie zum 15:2. 2:11 Assists, 6:3 Turnover und 25:72 Prozent aus dem Feld im ersten Viertel zeugten vom kollektiven Fehlstart in das Derby. Nach dem 19:2 (5.) konnten sich die Gäste über einen ersten kleinen Lauf (6:0) stabilisieren. Bis kurz vor der Viertelpause verkürzten sie vor allem über Zug zum Korb der stark aufspielenden Jason Ani und Thore Dilschmann (26:13, 9.). Den erneuten Bruch im Spiel nutzten physischer spielende Bochumer mit einem 8:0 und führten mit 21 Punkten nach dem Auftaktviertel (34:13).

Comeback nach 31-Punkte-Rückstand eingeleitet

Lösungen in der Offensive fanden die Uni Baskets auch im zweiten Viertel zunächst wenige. Sie spielten den Bochumern, die offensiv ins Tempo fanden, mit Fehlern in die Karten. Lediglich zweimal über Adam Touray blitzte Teamplay zu Punkten in den Folgeminuten auf, die die Gegenseite dominierten. Auf sage und schreibe 48:17 stellten die Ruhrstädter nach gerade einmal 13 Spielminuten. In guter Derbyatmosphäre kämpfte sich das Team von Götz Rohdewald aber zurück nach 31 Punkten Rückstand. Puren Willen setzten die Münsteraner in der eigenen Zone und gegen den Ball einer Initialzündung gleich dagegen. Offensiv produzierten sie immer zuverlässiger – Paul Viefhues, Adam Touray und Thore Dilschmann waren die Scoring-Bausteine. 37:56 betrug der reduzierte Rückstand nach einem 20:8-Hoch zur Halbzeitpause. Comeback eingeleitet?

Von minus 31 auf minus 5

Ja, denn den Uni Baskets gelang auch nach Wiederbeginn viel, der Ball lief immer besser durch ihre Reihen. Und sie trafen nach guter Ballbewegung fünf von sieben Dreiern über vier verschiedene Werfer im dritten Abschnitt. Starkes Rebounding der Gäste (26:12 in den beiden Vierteln vor und nach der Halbzeitpause) war das Fundament der sportlichen „Wiedergeburt“. Der schöne Riesenvorsprung des VfL schmolz immer mehr zusammen. Es gab also doch ein Basketballspiel, ein echtes Derby. Nach dem 62:67 per Freiwurf von Jason Ani war ein Krimi möglich. Unglückliche Entscheidungen stoppten die Aufholjagd. 73:62 vor dem Schlussviertel.

Stolz auf Aufholjagd

Der Playoffanwärter aus Bochum antwortete mit wieder reiferer Spielanlage. Kämpferische Münsteraner gaben sich jedoch auch nach dem 80:64 (34.) nach einem Dreipunktspiel des Bochumer Niklas Geske nicht auf. Sie rückten noch einmal mit einem 9:0-Lauf auf sieben Zähler heran (83:76, 36.). Doch die Aufholjagd blieb unbelohnt, die Hypothek der ersten 13 Minuten war zu hoch. Die Derby-Punkte blieben nach dem Münsteraner Hinspielsieg diesmal in der Ruhrstadt.

2. Basketball Bundesliga – 33. Spieltag
VfL SK-Stars Bochum – Uni Baskets Münster 96:84 (34:13/56:37/73:62)

 

VfL SparkassenStars Bochum:
Jones Jr., Williams (19/1), Geske (18/3, 11 Ass.), Bucur, Kamp (5/1), Dietz (7), Grof (10), Mangum (23/2), Strange (6/2), Green (8), Pickett Lazo
Uni Baskets Münster:
O’Brien (2), Viefhues (14/2), Dilschmann (13/1, 11 Ass.), Ehrich DNP, Pahnke, Touray (23/2), Taylor, Grühn (14/3), Ani (3), Jones Jr. (15/1)

Viertelergebnisse:
34:13 / 22:24 / 17:25 / 23:22
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 67% (Bochum) / 48% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 31% / 36%; Freiwurf-Quote: 68% / 61%; Assists: 30 / 21; Rebounds: 35 / 48; Turnover: 7 / 19
Schiedsrichter:
Kasemi, Khorassani, Schumacher
Zuschauer:
1.006 (BONES HANDS ARENA, Bochum)

 

Letztes Saisonspiel – Abschied aus der BARMER 2. Bundesliga ProA

Der 141. und vorerst letzte Akt nach vier Zweitligajahren geht in Münster über die Bühne. Am Samstag empfangen die Uni Baskets in der Halle Berg Fidel Tabellenführer Phoenix Hagen. Hochball ist um 19.30 Uhr (Tickets). Für den Aufstiegsfavoriten geht es nach seiner 90:93-Heimniederlage gegen die nun punktgleichen Merlins aus Crailsheim am letzten Hauptrunden-Spieltag um die Verteidigung von Platz eins.

Fotogalerie Bochum – Uni Baskets

Letztes Saisonspiel

Samstag, 2. Mai, 19.30 Uhr gegen Phoenix Hagen

Initiative der Uni Baskets

Spendenaktion zugunsten von UNICEF

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Quick 3 -Uni Baskets meets Uni Münster

Johanna Schneegaß und Felix Engel

Faces – Curtis Jones

„Macht riesigen Spaß, in dieser Atmosphäre zu spielen“

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