Taylor verletzt – guter Defensiveinstieg

Die Uni Baskets waren erneut nicht ansatzweise komplett. Neben den bekannten Namen Adam Touray, Bo Hodges und Julius Ferber fehlte zusätzlich der erst letzte Woche verpflichtete Deshon Taylor. Der Aufbauspieler hatte sich im vorletzten Training verletzt, die Diagnose steht noch aus. Erneut ein herber personeller Rückschlag. Thorben Döding spielte dafür. Die Offensive des Gastgebers kontrollierten die Uni Baskets zunächst, das eigene Offensivspiel stotterte ebenso in den Abschlüssen (7:5, 6.). Die Gießener adaptierten aber dann rasch ihre offensive Präzision und übernahmen zur 13:5-Führung (8.). Offensive Geduld in der Ballbewegung zahlte sich nun aus: Paul Viefhues und Jason Ani bescherten über ihre Dreier den Anschluss zum 15:11 (9.). Absetzen konnte der Favorit sich nicht. Im Gegenteil: Thorben Dödings klasse Steal mit Buzzer-Fastbreak gab Rückenwind zum 19:15 nach Viertel eins.

9-Punkte-Pausenrückstand

Auch zum Einstieg in das zweite Viertel „lahmten“ beide Offensivreihen. Die bewegliche Baskets-Defensive sorgte für Ballgewinne. Offensiv schlug der Gast aber kein Kapital daraus. Philip Alston hielt aber über Freiwürfe den Vier-Punkte-Rückstand (23:19, 13.). Die Uni Baskets verteidigten wie auch die 46ers weiter hart und kassierten dennoch einige Fouls mehr (16:9 zur Pause). Gießen konnte so auch über diese Vorteile längere Passagen ohne Zähler übertünchen, führte nach Freiwürfen von Castlin erstmals zweistellig (31:19,17.). Vier Minuten blieb die Mannschaft von Götz Rohdewald ohne Zähler, fand dann aber über gute Passagen in der Ballbewegung offensiv bessere Lösungen (10 Assists zur Pause), entzog sich so immer wieder den Doppelungen. Eine Verkürzung des Rückstands nach schnellem 7:0-Lauf war die Folge (31:24, 18.). Paul Viefhues’ ganz schwerer weiter Dreier verhinderte den zweistelligen Rückstand zur Halbzeitpause: 40:31.

Bärenstarkes drittes Viertel – 23:9-Run

Der Fadeaway-Treffer von der Baseline durch Nick McMullen war das Signal zu einem bärenstarken Auftritt nach Wiederbeginn. Die Uni Baskets zogen Tempo und defensive Aggressivität an und kamen so in die effiziente Ballbewegung, an deren Ende offene Würfe oder Eins-gegen-eins-Abschlüsse standen. Mit einem 13:5-Lauf sorgte der Außenseiter nach Philip Alstons fünf Zählern in Folge für die erste Münsteraner Führung (45:46, 25.). Die Kulisse verstummte, wirkte beinahe konsterniert. Gießen lief an und Münster hielt mutig und mit guten Plays dagegen. Thorben Döding trat glänzend in Erscheinung, als er clever am Brett und aus der Distanz scorte, bevor Nick McMullen den Münsteraner Lauf im dritten Abschnitt gar auf 23:9 erweiterte (49:54, 30.). Der Forward ermöglichte durch seinen zu früh vor der Pausensirene genommenen Dreier ein spektakuläres Highlight: Robin Benzing traf noch rechtzeitig von der Mittellinie (55:54).

McMullens Buzzer-Dreier entscheidet

Von der Atmosphäre nach dem Buzzer-Dreier ließen sich die Münsteraner nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil! Nach Grühns Dreier übernahmen auch die Jüngsten. Paul Viefhues flog zum Alley-oop-Dunk nach Anspiel von Andrew O’Brien und seinem cleveren Steal ein (57:63, 33.). Thore Dilschmann lieferte beeindruckende knapp 30 Minuten ab, traf seinen dritten Dreier zum 61:68 (36.), aber der Gastgeber hielt sich zunächst über Freiwürfe im Spiel (65:58, 37.). Jetzt zählte mentale Stärke. So einige knappe Duelle hatten die Uni Baskets in dieser Saison nicht für sich entscheiden können. Gießen ging mit einem 6:0-Lauf 32 Sekunden vor der Schlusssirene gar in Front (73:71). Nick McMullen konterte schnell mit dem offenen Dreier zum erneuten Führungswechsel (73:74), Gießens Krajcovic ließ einen Freiwurf liegen. „Nur“ der Ausgleich. Das letzte Play gehörte den Uni Baskets, die diesmal die noch 18 Sekunden von der Uhr nahmen. Nick McMullen verwandelte eiskalt den Buzzer-Dreier, die Sporthalle-Ost verstummte. Eine Sekunde später feierten die Uni Baskets ihren sensationellen Coup.

Foto: Laurin Sondermann
2. Basketball Bundesliga – 20. Spieltag
GIESSEN 46ers – Uni Baskets Münster 74:77 (19:15/40:31/55:54)

 

GIESSEN 46ers:
Norl (3/1), Warnholz (6/1), Goodman (4/1), Castlin (19), Benzing (16/2), Maier, König Figge (6), Müsse DNP, Gloger (4), Kovacevic (8), Krajcovic (8/1)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (4, 9 Ass., 10 Reb.), Viefhues (14/3), McMullen (14/2), Dilschmann (14/4), Masnic (3/1), Döding (8/1), Pahnke (2), Grühn (3/1), Ani (5/1), Alston (10)

Viertelergebnisse:
19:15 / 21:16 / 15:23 / 19:23
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 43% (Gießen) / 52% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 27% / 45%; Freiwurf-Quote: 80% / 60%; Assists: 16 / 19; Rebounds: 35 / 36; Turnover: 9 / 18
Schiedsrichter:
Naim, Pawlik, Behm
Zuschauer:
2.312 (Sporthalle Gießen-Ost)

Donnerstag gegen Koblenz – Sonntag in Köln

Schon am Donnerstagabend erwarten die Uni Baskets Münster die EPG Baskets Koblenz. Hochball in der Halle Berg Fidel ist um 19.30 Uhr (Tickets). Die Freigabe der kostenlosen Tickets für Studierende erfolgt deshalb nicht erst am gewohnten Dienstag, sondern bereits an diesem Sonntag um 18.00 Uhr!

Drei Tage später reist das Team von Götz Rohdewald am Sonntag, 8. Februar (17.00 Uhr), zu den RheinStars Köln (Tickets) zum ersten von zwei NRW-Duellen in Folge.

Fotogalerie Gießen – Uni Baskets

Next (Level) Public Viewing

RheinStars Köln – Uni Baskets live im „Schaf“

 

Alle Auswärtsspiele werden auf einem 14 Quadratmeter großen LED-Screen übertragen – für ein digitales Erlebnis, das Fan-Emotionen und modernste Technik vereint.

Sonntag, 8. Februar: RheinStars Köln – Uni Baskets

Live im: Prinzipalsaal „des Schaf“.

Wo: Alter Fischmarkt 26, Münster.

Eintritt: frei / ab 16.00 Uhr

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Stephan Kreutzer im Interview

„Was mag ursächlich sein und wie kann man untersützen?“

Quick 3 -Uni Baskets meets Uni Münster

Neil Masnic und Dr. Wilp

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