Neuzugang Paul Schmorleiz über …
… die ersten Tage in Münster: „Ich bin seit gut einer Woche in Münster und fühle mich schon superwohl. Ich bin in der Hammer Straße in einer WG mit Thore Dilschmann. Einige Spieler waren aus der WG über uns noch im Urlaub, aber mit Thore, Nelson und einigen der jüngeren Spieler habe ich schon trainieren und im Kraftraum arbeiten sowie etwas in der Stadt unternehmen können. Deswegen fühle ich mich bisher superwohl, habe mich schon gut eingelebt, bin sehr zufrieden und dankbar.“
… über seinen Bezug zu Münster als gebürtiger Haltener: „Meine ganze Familie ist in Haltern geboren, doch 2011 sind wir nach Berlin gezogen, weil mein Vater dort eine berufliche Aufstiegsmöglichkeit gefunden hatte. Meine Erinnerungen betreffen daher fast nur Berlin. An Haltern kann ich mich fast gar nicht mehr erinnern. Ich war zwar schon mal vorher in Münster, aber so ganz große Erinnerungen, auch an die Innenstadt, hatte ich nicht mehr. Ich war jetzt mit meiner Mutter da, die sich natürlich noch sehr gut auskannte. Wir haben uns die Innenstadt angeguckt und auch die Uni, an der ich studieren werde. Ich hatte bisher viel eher aus Erzählungen meiner Eltern oder meiner Schwester, die in Münster studiert hat, über die Stadt gehört. Die Wege sind im Vergleich zu Berlin, wo ich herkomme, wirklich kurz, weshalb alles sehr entspannt ist für mich.“
… die ersten Berührungspunkte mit dem Basketball: „Ich habe in Berlin zunächst nur Fußball gespielt. An meinem achten Geburtstag hat meine Mutter mich zu einem Probetraining bei einer Ballspielgruppe von ALBA Berlin angemeldet, die mich auch sofort genommen haben. Ich war ein bisschen zu groß für Fußball, auch nicht so gut, habe gemerkt, da passe ich nicht so richtig rein. Der Fußball machte mir auf Dauer nicht so einen großen Spaß. Anfangs, war der Basketball, wenn ich ganz ehrlich bin, nicht einmal das, was mich begeistert hat. Es hat mir schon Spaß gemacht und ich bin da gerne hingegangen. Bis zur U11 bin ich eher hingegangen, weil man das so macht. Ab der U11, U12, kamen Turniere dazu und Auswärtsfahrten und fand ich den Basketball aber ganz cool und bin dann auch immer besser geworden. Ab der U13 war es schon auch mein Traum, Profi zu werden. Bei ALBA redet man dann auch schon über Ziele und da wollten wir alle natürlich Profi werden.“
… über frühere Mitspieler bei ALBA Berlin: „Natürlich kenne ich noch Spieler von früher. Ich habe auch sehr lange mit Jake Cahill zusammengespielt. Wir sind der gleiche Jahrgang. Einige von uns sind ans College gegangen oder spielten in der Kooperation mit LOK Bernau. Auf das Spiel in Bernau freue ich mich deshalb auch schon sehr und habe große Lust darauf.“
… über seine Erfahrung als 17-Jähriger in Spanien: „Nach meiner JBBL-Zeit war ich ein Jahr in Spanien und habe in Sevilla eine Saison in der U18 gespielt, später auch in einer Herrenmannschaft, was über eine Kooperation mit ALBA entstand. Ich bin in Sevilla auch zur Schule gegangen. Ich bin ohne die ganz große Erfahrung mit der spanischen Sprache hingegangen, hatte lediglich zwei Jahre Spanisch zuvor an der Schule in Berlin gelernt. Meine Eltern haben da voll hintergestanden und haben mich sehr unterstützt. Die Zeit hat mich sehr geprägt und mir auf jeden Fall in meiner persönlichen Entwicklung weitergeholfen.“
… über seine vergangene Saison in Dänemark: „Die Idee ist über einen ehemaligen Trainer von ALBA von mir entstanden, der mich als Trainer der Bears Academy von ihr überzeugt hat. In Dänemark habe ich parallel die Idreatshojskole Aarhus besucht – ein Internat für junge Erwachsene zwischen Schulabschluss und Uni oder Arbeitsleben, in dem soziale Aspekte im Vordergrund standen. In Dänemark habe ich schon auch noch einige Sachen dazugelernt, die auch für das Studium wichtig sind, zum Beispiel vor Leuten eine Rede halten, was ich in den deutschen Schulen noch nicht so kannte. Dazu war alles in Englisch, so dass ich die Sprache auch noch verbessert habe. Es war eine coole Zeit!“

"Auf das Spiel in Bernau freue ich mich schon sehr"
Paul Schmorleiz, Neuzugang der Uni Baskets
… über die basketballerische Qualität in Dänemark: „Die war schon sehr gut und ein krasser Unterschied zu meiner Zeit vorher in Berlin. Im Training war ich anfangs ziemlich kaputt, weil die Geschwindigkeit erheblich höher war. Viele Teamkameraden spielten auch in der dänischen Jugend-Nationalmannschaft. Der Basketball in Dänemark hat sich extrem entwickelt. Die Spitzenmannschaften spielen auf Champions-League-Niveau. Allerdings gibt es noch ein größeres Gefälle in der ersten Liga. Als ich dort hingegangen bin, waren die Dänen gerade Europameister in der B-Division und spielen jetzt in der A-Division. So einige Spieler von dort wechseln in die ProA. Auch Emmanuel Bandoumel, der jetzt zu den Uni Baskets kommt, hat ein Jahr beim dänischen Spitzenteam Svendborg Rabbits gespielt.“
… über die Gespräche mit Götz Rohdewald und Helge Stuckenholz: „Der Kontakt ist über Marius Huth, Alba- und Jugend-Nationaltrainer, zunächst zu Baskets-Co-Trainer Felix Engel entstanden. Ich wollte gerne nach Münster. Wir hatten ein super Gespräch und dann bin ich direkt für eine knappe Woche ins Probetraining. Wir haben uns bei einem Essen mit Götz und Felix über meine Pläne und Ziele unterhalten. Anschließend sagte Götz mir, dass die Uni Baskets Interesse an mir hätten. Helge hat mir dann alles rund um das Studium in Kombination mit dem Basketball in Münster erklärt. Ich hatte sogar Bedenkzeit, aber mir war sofort klar, dass ich das machen will, und wir haben das festgemacht.“
… über den Basketballer Paul Schmorleiz: „Ich würde schon sagen, dass ich für meine Größe ein ziemlich guter Werfer bin. Ich habe lange Zeit als Vierer, Fünfer gespielt. Ich möchte gerne eher zu einem Vierer, Dreier werden. Ich denke, das passt von meiner Konstitution her noch besser.“
… über persönliche Ziele: „Mein erstes Ziel ist gerade, weiter an meiner Defense zu arbeiten, weil ich noch nicht so gewöhnt bin, kleinere Spieler zu verteidigen bzw. Spieler an der Dreierlinie zu verteidigen, weil ich bisher eher im Post verteidigt habe. Defensiv möchte ich schneller werden, damit ich auf der Drei spielen kann. Weitere Ziele sind, sich weiterzuentwickeln, den nächsten Schritt zu machen und richtig im Profibereich auf dem Level anzukommen. Dazu möchte ich mich körperlich und defensiv weiterentwickeln. Ich möchte gerne die nächsten Jahre im Profibasketball bleiben. Auf jeden Fall möchte ich auch meinen Bachelor hier machen.“
… über die Aufnahme eines BWL-Studiums an der Uni Münster: „Für mich war schon länger klar, BWL studieren zu wollen. Darüber habe ich auch mit meiner Schwester schon viel geredet, die das auch in Münster gemacht hat. Der Studiengang gefällt mir deshalb, weil er breiter gefächert ist und man sich erst danach gut spezialisieren kann.“


Podcast: Dyn Timeout #109 mit Felix Engel





