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Heute im interview:
Sven Raack
Jugendkoordinator und Vereinsmanager des UBC Münster

Was ist gameday.ms – faces?

Die Uni Baskets Münster haben viele Gesichter, sind das pulsierende Basketball-Herz des Münsterlands. Rund um den Basketball-Zweitligisten sind einige spannende Persönlichkeiten anzutreffen. Wer verbirgt sich hinter den Gesichtern der Uni Baskets?

gameday.ms – faces stellt sie vor
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Meine Familie ist auch basketballverrückt und spielt zum Glück mit.

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Sven, knapp ein Jahr bist du nun in der Funktion des Jugendkoordinators und Vereinsmanagers des UBC Münster. Wie sieht deine ganz persönliche Zwischenbilanz aus?
player

Es ist tatsächlich ein großes Glück, beim UBC Münster zu arbeiten. Ich hatte mich gar nicht beworben, sondern wurde von Präsident Meinhard Neuhaus angesprochen. Da ich schon rund 35 Jahre dem Basketball verbunden bin, gab es in meinem hohen Alter mit 50 (lacht) nicht mehr viele Möglichkeiten, seiner Leidenschaft auch beruflich nachzugehen. Schnell war per Handschlag klar, dass ich das mache. Meine Arbeit ist umfangreich und vielfältig – von der Spielorganisation aller Teams über Betreuung der Trainer bis hin zur Heimspielorganisation. Ehrlicherweise habe ich wegen der Bürokratie, in der noch nichts digitalisiert ist, vielmehr Zeit im Büro als in den Hallen, als mir lieb ist. Aber: Ich bin nie genervt, denn es ist immer Basketball, und insofern nach wie vor motiviert. Es macht mir viel Spaß.

Du warst vorher Veranstaltungsmanager bei der Stadt Gescher. Was sind die größten Unterschiede? Was macht die Arbeit im Sport für dich vielleicht besonders attraktiv?
player

Jeder, der schon mal bei einer Stadt gearbeitet hat, weiß: Entscheidungen dauern manchmal auch etwas länger. Man kann nicht so viele Themen wie hier im Klub kurzfristig oder gar spontan entscheiden. Beim UBC sind alle Entscheidungsträger schnell greifbar. Entscheidungen werden innerhalb von Stunden oder Tagen getroffen.Das ist sicherlich einer der größten Unterschiede.

Welche sportliche Bilanz ziehst du in deinem bisherigen Zeitraum? Was waren vor der Saison die Ziele für die laufende Spielzeit 2025/26?
player

Wir haben mit den beiden Jugend-Bundesligamannschaften vor meiner Premierensaison als Zielsetzung formuliert: Wenn wir jeweils die Klasse halten, ist das schon ein sehr guter Erfolg. Mit beiden Mannschaften spielen wir jedoch derzeit deutlich besser. In der Jugend Basketball Bundesliga haben wir Platz eins in der Relegation zu den Playoffs und in der Nachwuchs Basketball Bundesliga brauchen wir noch einen Sieg, um sicher in den Playoffs zu sein. Dann würden beide Teams in die Playoffs gehen. Das ist eine schöne Entwicklung. Gerade auch beim JBBL-Team. Dieses hat Nina Graf, die Co-Trainerin in der Vorsaison von Philipp Kappenstein, als Cheftrainerin übernommen. Das hat super funktioniert. Eine junge weibliche, hochqualifizierte Trainerin, mit der ersten höherklassigen Aufgabe auf Bundesliga-Niveau: wirklich toll. Sie geht großartig mit den Jungs um. Ich glaube, da kann man noch einiges erwarten.

Wie sieht die sportliche Entwicklung bei den weiteren Teams aus?
player

Die Damen 1 spielt eine super Saison und soll aufsteigen, die Damen 2 langfristig auch. Wir möchten auch eine weibliche Bundesliga-Mannschaft im Jugendbereich entwickeln. Wir haben eine starke weibliche U16 mit den Trainern Christoph Schneider und Thomas Elberfeld, eine sehr starke weibliche U14, die Philipp Kappenstein trainiert. Zusammen mit der U12, die Nina Graf zusätzlich trainiert, haben wir bei den Mädchen ein hohes sportliches Niveau. Auch an der Auswahl renommierter Coaches sieht man, dass wir den weiblichen Bereich in den nächsten Jahren weiter nach oben entwickeln möchten. Unsere vierte Herrenmannschaft steigt mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Landesliga auf. Dann haben wir bei den Männern von der 1. Regionalliga bis hinunter zur Bezirksliga in jeder Liga eine Mannschaft und können für jeden Jugendlichen ein leistungsgerechtes Angebot machen.

Bist du mit der individuellen und mannschaftstaktischen Entwicklung der einzelnen Spieler und verschiedenen Teams bisher in dieser Saison im Großen und Ganzen zufrieden?
player

Auf jeden Fall. Leider kann ich an den Wochenenden nicht noch mehr Jugendspiele angucken, als ich möchte, weil ich für den UBC Münster als aktiver Schiedsrichter um die 40 Spiele in der Saison pfeife. Meine Familie ist auch basketballverrückt und spielt zum Glück mit. Aus der weiblichen U16 trainieren schon einige Spielerinnen bei den Damen mit. Die haben sich ganz toll entwickelt. Die JBBL-Mannschaft der Jungen hat sich, wie schon angesprochen, super entwickelt. Einzelne Spieler und Teams haben sich anders als angenommen viel positiver entwickelt. Es gibt tatsächlich keine Mannschaft, die wir vielleicht höher bewertet hätten und die sich dann nicht so entwickelt hat. Große Themen sind auch in Zukunft die Hallensituation und Hallenzeiten in Münster. Das wird für die nächsten Jahre eine spannende Herausforderung. Die Städte wollen immer, dass die Jugendlichen Sport treiben, dann müssen sie auch die Voraussetzungen erfüllen.

Ab wann würdest du sagen, ist ein Nachwuchs-Leistungsprogramm erfolgreich? Woran kann man das festmachen?
player

Grundsätzlich müssen wir uns mit unserem Programm nicht vor Erstliga-Standorten wie Oldenburg oder Vechta verstecken. Wir haben viele hochqualifizierte Trainer und Trainerinnen bei uns im Verein im Nachwuchsbereich. Von dieser Qualität her sind wir zumindest in Nord- und Westdeutschland eine der besseren Adressen. Da hat man uns als Standort auf dem Schirm. Hochspannend ist, dass unsere Jugendlichen nicht nur in den Jugendteams spielen, sondern auch schon leistungsgerecht in die Erwachsenenteams eingebunden und so geformt werden.

Welche Strahlkraft haben Paul Viefhues und Thore Dilschmann auf die Nachwuchsarbeit des UBC Münster?
player

Paul Viefhues und Thore Dilschmann sind natürlich unsere beiden Vorzeigespieler, die unserer Jugendarbeit entsprungen sind. Sie haben inzwischen mehr Spielzeit in der 2. Bundesliga, als wir erwarten konnten. Junge Leute müssen auch viel spielen. Für junge Spieler sind wir so nachweislich eine tolle Option – auch bis hin zum Sportinternat Münster. Alle im Verein freuen sich total für diese beiden Jungs, dass sie so im Profibasketball angekommen sind. Für alle in unserem Nachwuchsprogramm schon im Herrenbereich spielenden Jungs, die daran glauben, einen ähnlichen Weg gehen zu können, haben Paul und Thore eine Vorbildfunktion. Im Damenbereich können wir eine ähnliche Entwicklung mit zukünftigen Vorbildern für die Mädchen gehen wie jetzt bei den Jungs.

ASK ME ANYTHING

Was hast Du studiert bzw. ist Dein Beruf?

Studium Lehramt Sport Geschichte, dann Umschulung zum Veranstaltungskaufmann.

Deine Hobbys, Lieblingsbeschäftigungen neben Basketball?

Da bleibt nicht viel, da ich selbst als Schiedsrichter unterwegs bin und eine eigene UM16 trainiere. Am liebsten etwas mit der Familie unternehmen.

Dein Gänsehaut-Moment Deiner Karriere?

Schiedsrichter bei den World-Dwarft-Games 2023, Konzert mit den Zucchini Sisterz.

Dein Gänsehaut-Moment der Sportgeschichte?

Der letzte Gänsehaut-Moment war das Basketball-EM-Finale Deutschland gegen die Türkei. Deutschland wurde Europameister.

Dein Moment, der Dich entscheidend zum Basketball gebracht hat?

Gerfried Schwarte hatte mich bei den Stadtmeisterschaften angesprochen und für Basketball entdeckt.

Wer oder was inspiriert Dich?

Menschen, die etwas bewegen wollen, Visionen haben.

Welcher Lebensweisheit folgst Du?

Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen.

Was sind Deine Ziele für die Zukunft?

Langfristig beim UBC Münster bleiben, Verein und Jugend entwickeln und gestalten, Basketball in Münster stärken.

Dein Lieblingsbuch?

Galgenhügel von Tom Finnek.

Deine Lieblingsstaffel und Dein Lieblingsfilm?

Filme von Quentin Tarrantino.

Wer ist Dein Lieblingssportler / sportliches Idol?

Larry Bird, Dirk Nowitzki, Wagner-Brüder.

Welche versteckten Talente hast Du?

Ich kann kochen😊

Deine Lieblingsmusik?

Deutschsprachige Musik.

Dein Traumberuf als Kind?

Polizist.

Dein Lieblingsplatz in Münster?

Ausgehen im Kreuzviertel.

Eine Kooperation von Uni Baskets, Münstersche Zeitung und volt. Werbeagentur.

collaboration

Uni Baskets meets Uni Münster

Julius Ferber und Christina Segeler

Uni Baskets meets Uni Münster

Dr. Markus Wilp und Neil Masnic

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