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Heute im interview:
Paul Viefhues
Shooting Guard der Uni Baskets

Was ist gameday.ms – faces?

Die Uni Baskets Münster haben viele Gesichter, sind das pulsierende Basketball-Herz des Münsterlands. Rund um den Basketball-Zweitligisten sind einige spannende Persönlichkeiten anzutreffen. Wer verbirgt sich hinter den Gesichtern der Uni Baskets?

gameday.ms – faces stellt sie vor
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Die Nominierung zur Sportlerwahl ist eine super große Ehre für mich.

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Paul, wie ist die Gefühlslage nach der Heimniederlage gegen starke Crailsheimer und der aktuellen Situation im Abstiegskampf?
player

Unsere Lage als Schlusslicht mit den wenigsten Punkten ist sehr schwierig – sowohl da herauszukommen als auch mental stabil zu bleiben. Dennoch: Wir müssen weiterarbeiten und noch enger zusammenrücken, um sie zu bewältigen. Im Februar steht die wichtigste Saisonphase mit den Spielen gegen direkte Konkurrenten an. Dafür müssen wir bereit sein. Wenn wir unseren beiden Neuzugängen, die erst wenige Tage hier sind, noch zwei Wochen geben, werden wir uns immer mehr zusammenfinden. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir das auf jeden Fall hinbekommen.

Du bist nun vier Jahre im ProA-Team der Uni Baskets. Welche Entwicklung hast du als Mensch und als Basketballer über diesen Zeitraum genommen?
player

Als Basketballer habe ich das Spielen in der zweithöchsten Profi-Liga Deutschlands erst kennengelernt und dann immer mehr verinnerlicht, gelernt, vor allem die erforderliche Physis anzunehmen. Von meinen beiden Trainern Björn Harmsen und Götz Rohdewald habe ich viel über deren Erfahrung gelernt. In der Defensivarbeit habe ich inzwischen einen großen Schritt nach vorne gemacht, auch in meiner Spielreife und darin, Verantwortung zu übernehmen. Ich fühle mich immer wohler damit, vor 2.000 bis 3.000 Zuschauern zu spielen oder auch vor der Kamera zu sprechen. Auch in meiner Persönlichkeit bin ich deutlich gereift.

Was bedeutet dir die Nominierung zur Wahl des Münsteraner Sportlers des Jahres? Wie überraschend kam sie für dich?
player

Zunächst mal hätte ich damit überhaupt nicht gerechnet, aber diese Nominierung ist eine super große Ehre für mich. Vor allem auch, weil ich einer der jüngsten Kandidaten bin und immer schon in Münster spiele – seit ich zehn war bis heute. Es ist einfach etwas Tolles, dass das gesehen und wahrgenommen wird und dass ich in meiner Heimatstadt geblieben bin.

Wie schwierig war es, dich an das ProA-Niveau zu gewöhnen?
player

Das hat seine Zeit gebraucht. Vor allem, als ich ein Jahr wegen meines Fußbruchs verloren habe. Das hat es schwerer gemacht, wieder auf das hohe Niveau rein- und zurückzukommen. Schon die letzte Saison mit zwischenzeitlich recht viel Spielzeit hat mir echt viel gebracht und ich konnte daraus viel für diese Saison mitnehmen. Diese spielerischen Erfahrungen zu sammeln und auf dem Feld zu stehen, ist einfach für einen jungen Spieler das Wichtigste.

Wie ist es dir gelungen, dich von Spiel zu Spiel mehr an das ProA-Niveau zu gewöhnen?
player

Natürlich lernt man jeden Tag im Training auch viel, aber über die Spielpraxis einfach das Meiste. Deshalb spiele ich in dieser Saison auf einem echt guten Level. Ich kann in der ProA definitiv mithalten.

Du zählst in einer jungen Mannschaft zu den jüngsten Spielern im Kader. Inwiefern können dir die anderen Jungs weiterhelfen und ihre Erfahrungen weitergeben? Wer tut sich da hervor?
player

Adam Touray, Cosmo Grühn und Oli Pahnke haben aus ihren Karrieren in der ProA oder zumindest ProB einfach viel Erfahrung auf diesem Niveau, nehmen im Spiel und Training eine Leadership-Rolle ein, aus der man viel aufsaugen kann. Von all unseren Importspielern – wir hatten und haben diese Saison einige – kann man auch Unterschiedliches mitnehmen. Man lernt viel aus ihren verschiedenen Wegen im Basketball, über das College und aus ihrer Profierfahrung.

Wie ist es, gemeinsam mit Thore Dilschmann, ebenfalls aus dem klubeigenen Leistungsprogramm, die ersten großen Schritte im Profibasketball zu gehen?
player

Es ist erst einmal schön, dass wir beide in Münster die Chance haben, auch als jüngere Spieler Spielzeit auf hohem Niveau zu bekommen und auch schon Verantwortung zu übernehmen. Das klappt auch auf dem Spielfeld für uns beide in dieser Saison richtig gut. Wir haben sogar schon Phasen, in denen wir gemeinsam unser Spiel übernehmen.

Dein Traum ist die BBL oder der College-Basketball. Wie weit siehst du dich auf diesem Weg?
player

Nach wie vor fehlt mir noch ein wenig Physis. Sowohl im College-Basketball als auch in der BBL sind Physis, Schnelligkeit und Athletik noch einmal auf einem Level. Da gilt es, sich auf jeden Fall weiter zu verbessern. Ich muss auch weiterhin noch Erfahrung sammeln, um möglichst viele verschiedene Situationen erlebt zu haben. Wir hatten mit den Uni Baskets einige enge Spiele in dieser Saison, zweimal sogar mit Overtime, aus denen man enorm viel als junger Spieler mitnimmt. In solchen Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren, kommt auch erst, wenn man ein paar Mal in diesen Situationen war. Ansonsten muss ich weiter an jedem Tag an meinem Spiel und mir arbeiten.

Mit Jan Rohdewald hast du dir kürzlich einen erfahrenen Berater an deine Seite geholt. Warum?
player

Ich hatte mir mit Januar diesen Jahres so einen Zeitrahmen gesetzt, ab wann ich das angehen möchte. Vor allem mit dem Blick auch darauf, einen Schritt nach vorne zu machen in meiner Karriere. Da ist ein Berater natürlich extrem hilfreich und sinnvoll. Das heißt aber auf gar keinen Fall, dass ich jetzt schon wechseln möchte. Man braucht im Profisport nicht nur einen Berater, wenn man wechseln möchte. Ich möchte auch über das Netzwerk von Jan im Sommer an verschiedenen Themen arbeiten. Verschiedene Kontakte zu haben, ist da auf jeden Fall hilfreich.

Blicken wir auf den kommenden Gegner. Was wird das für eine Aufgabe bei den GIESSEN 46ers?
player

In Gießen wird es natürlich nicht leicht. Für das Hinspiel habe ich immer noch das Gefühl, das hätten wir gewinnen können und auch sollen. Da bleibt das Gefühl, dass wir das Spiel nicht zu Ende gebracht haben. Das wollen wir uns gerne wiederholen.

Gießens 167-fachen Nationalspieler Robin Benzing kennst du aus der gemeinsamen Zeit bei der U20-Nationalmannschaft. Welchen Draht hast du zu ihm?
player

Ich konnte schon einiges von ihm lernen. Robin Benzing ist ein entspannter und cooler Typ. Er war als Co-Trainer auch für die Spielerentwicklung zuständig. Wir haben einige Wurf-Skills zusammen gemacht, aus denen ich viel mitnehmen konnte.

Foto: Uni Baskets Münster / Holtrichter

ASK ME ANYTHING

Was hast Du studiert?

Das Studium ist noch offen. Ich konzentriere mich gegenwärtig auf den Profibasketball.

Deine Hobbys, Lieblingsbeschäftigungen neben dem Basketball?

Extra-Schichten neben dem normalen Training schieben.

Dein Gänsehaut-Moment Deiner Karriere?

Meine ProA-Partie 2025 gegen Bochum zum Derbysieg mit 24 Punkten.

Dein Gänsehaut-Moment der Sportgeschichte?

Deutschland wird im Basketball 2023 Weltmeister und 2025 Europameister.

Dein Moment, der Dich entscheidend zum Basketball gebracht hat?

NBA Finals 2016.

Wer oder was inspiriert Dich?

Kobe Bryant / Mamba mentality.

Welcher Lebensweisheit folgst Du?

Hard work beats talent when talent fails to work hard.

Der beste Rat, den Du je bekommen hast?

Limits, like fears, are often just an illusion – Michael Jordan.

Was sind Deine Ziele für die Zukunft?

Basketball Bundesliga (BBL) oder College-Basketball.

Deine Lieblingsstaffel und Dein Lieblingsfilm?

How I met your mother / Rocky.

Dein Lieblingsbuch?

Can’t Hurt Me von David Goggins.

Deine Lieblingsmusik?

Rap.

Welche versteckten Talente hast Du?

Rubix cube / Zauberwürfel in unter einer Minute lösen.

Wer ist Dein Lieblingssportler / sportliches Idol?

Kobe Bryant / LaMelo Ball.

Deine Lieblingspizza nach dem Spiel im Uni-Baskets-Bus?

Margherita.

Dein Traumberuf als Kind?

Pilot.

Dein Lieblingsplatz in Münster?

Halle Berg Fidel.

Eine Kooperation von Uni Baskets, Münstersche Zeitung und volt. Werbeagentur.

collaboration

Quick 3 – Uni Baskets meets Uni Münster

Rektor Pr. Dr. Wessels und Manager Stuckenholz

Ausrufezeichen zum Saisonstart

84:73 der Uni Baskets gegen Meister Karlsruhe

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