Neuzugang Emmanuel Bandoumel über …
… seinem Einstieg als „Zuschauer“, weil er nach seinem Saisonende in Kanada zunächst bei den Uni Baskets geschont wurde: „Trainiert habe ich zunächst sehr dosiert und individuell und den Jungs einfach beim Training zugeschaut. Ich war einfach nur da, habe von dort aus angefeuert, ebenso im ersten Testspiel. Das Beste war, im zweiten dann mitzuspielen. Angekommen bin ich direkt zum Kickoff-Meeting und Barbecue im Haus unseres Trainers. Ein schöner Einstieg!“
… seinen Weg zum Basketball: „Als ich etwa fünf Jahre alt war, sah ich Vince Carter für die Toronto Raptors im Fernsehen spielen. Mit der Familie liebten wir es, sehr viel Sport von Baseball bis zum Eishockey zu schauen. Dazu holte mich mein Bruder aus dem Kindergarten mit seinem Basketball ab und fragte: ‚Willst du werfen und ein paar Moves ausprobieren?‘ Also gingen wir zum Platz. So habe ich mit Basketball angefangen.“
.. seinen 12 Jahre älteren Bruder Djim, ehemaliger Profibasketballer, als Mentor: „Mein Bruder war sehr lange so etwas wie ein Mentor für mich, vor allem, als ich noch jünger war. Er war selbst Profibasketballer in der Türkei, in Georgien, dann in Bilbao in Spanien, später auch in Ägypten. Ich hatte sozusagen ein Vorbild vor mir in der Familie. Ich bin also gewissermaßen in seine Fußstapfen getreten.“
… die heutige Rolle seines Bruders: „Er schaut sich natürlich meine Spiele an, ist heute eher mein Fan, um mich zu unterstützen, und weniger Mentor. Inzwischen treffe ich meine eigenen Entscheidungen. Aber wir reden auf jeden Fall viel über Basketball, über bestimmte Dinge, die ich verbessern kann, oder ich bitte um Rat.“
… über die Idee, nach dem College-Basketball Profi zu werden: „Ich stamme aus einer Familie sind wir alle Leistungssportler, ohne, dass ich mir selbst Druck gemacht hätte. Aber ich wusste, dass ich eine gute Karriere haben kann. Eine meiner Schwestern hat zum Beispiel professionell Volleyball in Schweden gespielt. Meine Schwester also Profi, mein Bruder eben auch, und noch eine meiner Schwestern. Sie war ebenfalls richtig gut im Volleyball. So war es fast nur eine Frage der Zeit, nach der Schule mein Ding zu machen. Es ging ans College und danach war es mein Ziel, Profi zu werden.“
… über seine bisherigen Erfahrungen in Europa: „In Dänemark war ich in Svendborg, einer sehr schönen Stadt. Okay, (lacht) der eher regnerische, sehr windige Winter war schon ziemlich anstrengend. Wir hatten mit dem Team eine tolle Gruppe und die Menschen in Dänemark sind zwar sehr zurückhaltend, aber wirklich nette Menschen. Die Zeit habe ich genossen. In Karkkila in Finnland gab es dann einen richtigen Winter, wie ich ihn aus meiner Heimat Kanada kenne. Eine kleine, basketballbegeisterte Stadt mit sehr netten Menschen und tollen Fans.“
„Ich repräsentiere nicht nur mich, sondern auch meine Familie."
Emmanuel Bandoumel, Neuzugang der Uni Baskets
… über die Hilfe seiner Europa-Erfahrungen für die Eingewöhnung in Deutschland: „Ja, ich würde sagen, ich profitiere schon von ihnen. Ich versuche, ein paar Dinge auf Deutsch zu lernen, und möchte den Menschen hier zeigen, dass ich mich bemühe, die hiesige Kultur anzunehmen. Denn wenn man irgendwohin reist, geht es nicht nur um Basketball, sondern auch um das Soziale und die Kultur, darum, diese vor Ort anzunehmen, und Weiteres.
Die Leute sind in Münster offen und gastfreundlich, ich bin es genauso. Ich möchte auch hier offen für neue Dinge sein, etwas, das ich in Dänemark und Finnland gelernt habe. Ich bin auch so erzogen. Meine Familie ist ziemlich offen. Mir geht es darum, gute Beziehungen aufzubauen und den Leuten zu zeigen, dass wir ein gutes Herz haben. Ich repräsentiere nicht nur mich selbst, sondern eben auch meine Familie. Das war schon immer ein Teil unserer Kultur. Genauso wichtig ist es, andere Kulturen anzunehmen.“
… über Vorbilder: „Als ich jünger war, hatte ich in meinem Zimmer ein großes Poster von Tracy McGrady. Also, als ich älter wurde, blieb T-Mac ein Vorbild – bis heute. Ich schaue mir immer noch seine Moves und Highlights an, auch wenn wir nicht dieselbe Position haben, um sie in mein Spiel einzubauen, weil er sehr flüssig spielte. Ich schaue mir viel von Russell Westbrook an. Viele Leute lachen darüber, aber das Spiel von C. J. McCollum ist wirklich sehr clever. Er ist nicht superschnell, nicht superathletisch, aber die Art, wie er spielt, ist wirklich sauber und gut. Es gibt also viele Spieler, zu denen ich aufschaue, was das Übernehmen von Elementen ihres Spiels in mein eigenes Spiel angeht. Aber das Spiel jedes Einzelnen ist einzigartig. Man muss einfach herausfinden, was für einen selbst funktioniert.“
… über die WG mit Mitspieler Boe Nguidjol: „Wir sind beide sehr ordentliche Menschen, also gibt es da überhaupt kein Problem. Die Hausarbeit erledigen wir beide immer sofort. Wir haben da keine festen Rollen, das läuft von allein. Ich koche gerne, nichts Verrücktes, aber man spart so Geld. In der Küche kenne ich mich schon ein bisschen aus.“
… über seinen Beitrag für das Spiel der Uni Baskets: „Meine Haltung ist, mich voll und ganz auf jede erdenkliche Weise einzubringen, um dem Team zu helfen und erfolgreich zu sein. Ich glaube, das ist etwas, womit ich gesegnet bin: die Fähigkeit, das Basketballspiel positiv zu beeinflussen und spielentscheidende Aktionen zu setzen. Manchmal ist es das Scoring, manchmal die Verteidigung, Pässe spielen oder Rebounds holen. Was auch immer das Team in einem bestimmten Moment braucht, darauf konzentriere ich mich.
… über persönliche Ziele: „Nach Verletzungen und einer Saison mit Höhen und Tiefen möchte ich mich auch selbst beweisen und anderen zeigen: Ich bin wieder da, ich bin gesund. Es geht immer darum, auf dem Basketballfeld großartige Leistungen zu zeigen. Ich bin ein Allrounder, der sowohl in der Offensive als auch in der Defensive stark ist. Damit möchte ich meiner Karriere weiterhin einen Stempel aufdrücken.“



Die Termine der Vorbereitung
Start der Saisonvorbereitung (12.08.)
Öffentliches Training inkl. Spielervorstellung, Q & A und Meet & Greet (Do 20.08., 19.00 Uhr, exklusiv im Dauerkartenabo)
Uni Baskets – EWE Baskets Juniors (ProB), (Sa 22.08., 19.00 Uhr, exklusiv im Dauerkartenabo)
Uni Baskets – ETB Miners Essen (ProA), (Sa 29.08, nicht öffentlich)
SC Rist Wedel (ProB) – Uni Baskets (Sa 05.09., 18.00 Uhr)
Uni Baskets – ART Giants Düsseldorf, (Sa 12.09., abgesagt)
Uni Baskets – Hertener Löwen (ProB), (Sa 19.09, 19.30 Uhr, Season Opener, Tickets)
Uni Baskets – Itzehoe Eagles (Sa 26.09., 19.30 Uhr, 1. Spieltag, Tickets)
* Änderungen vorbehalten
