
Heute im Interview:
Curtis Jones Jr.
Shooting Guard der Uni Baskets Münster
Was ist gameday.ms – faces?
Die Uni Baskets Münster haben viele Gesichter, sind das pulsierende Basketball-Herz des Münsterlands. Rund um den Basketball-Zweitligisten sind einige spannende Persönlichkeiten anzutreffen. Wer verbirgt sich hinter den Gesichtern der Uni Baskets?
Es macht riesigen Spaß, in dieser Atmosphäre zu spielen.
Curtis, vor zwei Wochen noch die hohe Niederlage gegen Göttingen, am vergangenen Wochenende der begeisternde 89:64-Erfolg gegen Karlsruhe. Was ist in dieser kurzen Zeit in der Mannschaft passiert?
Ich glaube, unser Team ist jetzt zusammengewachsen und hat den besten Weg gefunden, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Das Trainerteam hat einige großartige taktische Spielpläne ausgearbeitet. Wir Spieler haben daran geglaubt und sie nach besten Kräften erfolgreich umgesetzt.
Du bist erst vor zwei Monaten nach Münster gekommen. Wie hast du dich privat eingelebt? Wie fühlen sich die bisherigen Wochen in der neuen Stadt für dich an?
Mir hat die Stadt Münster sofort sehr gut gefallen. Sie ist wirklich wunderschön. Außerdem hat die Stadt viele tolle Restaurants – ich probiere gerne neue Gerichte aus. Die Menschen sind in Münster sehr nett und die Atmosphäre ist durchweg positiv.
Was unternimmst Du in der Stadt Münster? Kommt vielleicht noch Deine Familie nach Deutschland, um Dich zu besuchen?
An meinen freien Tagen erkunde ich neben neuen Restaurants gerne die Stadt mit dem Fahrrad oder zu Fuß, einfach um mir die Sehenswürdigkeiten anzusehen und frische Luft zu schnappen. Ich wünschte, meine Familie könnte mich besuchen kommen, aber vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.
Slowakei, Bulgarien, Kosovo, Mazedonien: Du bist so ein wenig ein Globetrotter in Sachen Basketball. Was macht diese Art des Profidaseins für dich interessant? Was sind aber auch Schattenseiten?
Der Basketball war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Daher bin ich dankbar, dass ich ihn zu meinem Beruf machen und dabei die Welt bereisen kann. Ich habe die Möglichkeit, so viele verschiedene Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Das Schwierigste ist das Verlassen meiner Heimat, um diesen Traum zu verfolgen, meine Familie und Freunde zurückzulassen und sie zu vermissen. Das wird nie einfacher, aber es ist toll, wenn sie mich besuchen kommen und ich ihnen eine andere Seite der Welt zeigen kann, die sie nicht gewohnt sind.
Wo hast Du Dich besonders wohlgefühlt?
In meinem ersten Jahr in Bulgarien habe ich in einer Stadt namens Varna gewohnt. Sie war einer meiner Lieblingsorte, an denen ich neben Münster gespielt habe. Die bisherigen zwei Monate in Münster zu spielen, habe ich wirklich genossen. Der Verein ist großartig – von den Mitarbeitern und Helfern bis zu meinen Mitspielern. Und die Fans sind unglaublich und unterstützen uns immer.
Du hast großes Interesse am Immobilienmarkt. Wie bist du dazu gekommen? Könnte es gar ein berufliches Thema für die Zeit nach Deiner Profikarriere im Basketball sein?
Nach der letzten Saison konnte ich in den Immobilienbereich einsteigen. Ich habe meine erste Immobilie gekauft und sie dieses Jahr erfolgreich vermietet. In Zukunft möchte ich mir noch ein paar weitere Immobilien zulegen und das Gleiche tun. Ich habe vor, im nächsten Jahr offiziell meine Immobilienlizenz zu erwerben. Auf jeden Fall möchte ich auch nach meiner Basketballkarriere im Immobilienbereich tätig bleiben – neben einigen anderen Projekten.
Du bist im 30. Lebensjahr. Machst Du Dir schon Gedanken über die Zeit nach dem Profibasketball? Oder planst du wie LeBron James, mindestens bis 40 zu spielen?
(lacht) Noch bin ich nicht ganz 30, sondern erst 29 Jahre alt. Aber je älter ich werde, desto mehr frage ich mich, wie lange ich noch spielen werde. Meine Antwort derzeit: Ich weiß es nicht. Ich möchte so lange spielen, wie ich kann, aber nur, solange ich gesund bin. Ich würde gerne noch mindestens fünf Jahre lang die Welt bereisen und den Sport ausüben, den ich liebe. Ich weiß, dass mein Karriereende nicht mehr so weit entfernt ist. Also habe ich begonnen, mich auf das Leben nach dem Basketball vorzubereiten und einige geschäftliche Bereiche zu finden, die mich interessieren.
Samstag geht es – wiederum zu Hause – ins nächste Endspiel um den Klassenerhalt gegen Tübingen. Warum braucht ihr die Fans gerade in solchen Spielen?
Ja, dieses Wochenende steht ein extrem wichtiges Spiel an. Wir brauchen die Unterstützung der Fans so sehr wie möglich, während wir weiter um den Klassenerhalt kämpfen. Beim letzten Heimspiel gegen Karlsruhe waren die Fans fantastisch. Es macht riesigen Spaß, in dieser Atmosphäre zu spielen – wir Spieler wissen das wirklich zu schätzen. Diese Unterstützung hilft uns wirklich ungemein. Wir freuen uns sehr, unsere Fans schon Samstag wiederzusehen. Wir werden unser Bestes geben, um den nächsten Sieg einzufahren und die Münsteraner stolz zu machen.

ASK ME ANYTHING
Was hast Du studiert?
Ich habe einen Abschluss in General Studies.
Deine Hobbys, Lieblingsbeschäftigungen neben Basketball?
Musik hören, Videospiele spielen und Zeit mit der Familie verbringen.
Dein Gänsehaut-Moment Deiner Karriere?
Der entscheidende 3-Punkte-Wurf im College-Spiel gegen die Kansas University und die Teilnahme an der Pokalmeisterschaft im letzten Jahr als Profi.
Dein Gänsehaut-Moment der Sportgeschichte?
2016: Die Cleveland Cavs besiegen die Warriors im Finale 4:3, nachdem sie zuvor mit 3:1 zurücklagen.
Dein Moment, der Dich entscheidend zum Basketball gebracht hat?
Ich habe im Alter von fünf Jahren mit dem Spielen angefangen. Mit etwa acht Jahren habe ich angefangen, es ernst genommen.
Wer oder was inspiriert Dich?
Meine Eltern.
Der beste Rat, den Du je bekommen hast?
Das Wesentliche im Blick behalten.
Was sind Deine Ziele für die Zukunft?
Eine Meisterschaft gewinnen und mein Immobilienportfolio weiter ausbauen.
Dein Lieblingsbuch?
Don Miguel Ruiz – The Four Agreements.
Deine Lieblingsstaffel und Dein Lieblingsfilm?
Power, Remember the Titans.
Wer ist Dein Lieblingssportler / sportliches Idol?
Muhammad Ali.
Deine Lieblingsmusik?
Hip-Hop.
Dein Traumberuf als Kind?
Profi-Basketballspieler.
Dein Lieblingsplatz in Münster?
Die Halle Berg Fidel.





Eine Kooperation von Uni Baskets, Münstersche Zeitung und volt. Werbeagentur.




