0:14-Lauf vor der Viertelpause
Nicht mehr im Aufgebot stand Nick McMullen, der nach einvernehmlicher Vertragsauflösung mit den Uni Baskets eine lukrative Offerte in Spanien annehmen wird (zur Meldung). Die Münsteraner begannen in den Auftaktminuten durchaus schwungvoll (4:8, 4.), verteidigten zunächst auch solide, trafen aber von Beginn an den – auch offenen – Dreier überhaupt nicht (0 von 10 im ersten Viertel). Göttingens gute Ballbewegung – immer wieder mit dem Extrapass für den besser postierten Werfer – und individuelle Qualität kam dann schnell zur Geltung, während Münsters Defensive immer anfälliger wurde. Die Gäste hatten in der Folge klare Vorteile, störten den Spielfluss der Uni Baskets permanent empfindlich und kamen über einen 14:0-Lauf zur 22:4-Führung nach dem Auftaktviertel.
Erster Dreier fällt endlich
Immerhin fiel nach der Viertelpause der an diesem Abend so vermaledeite Dreier endlich einmal (11:28., 13.). Curtis Jones Jr. war es vorbehalten, diesen Bann zu brechen. Die Uni Baskets versuchten nun häufiger, an den Korb zu kommen, waren aber der Göttinger Physis in der Zone nur selten gewachsen. Der Aufstiegsanwärter spielte konsequent seine deutlichen Vorteile in allen Belangen clever aus – Münster setzte dafür über einen Alston-Dunk und einige Blocks die Einzel-Highlights – und erhöhte bis zur Halbzeitpause auf 51:23.
Tourays erster Dreier nach einem halben Jahr
Der Gast war auch nach Wiederbeginn griffiger und klarer in seinen Aktionen – offensiv wie defensiv. Kämpferisch war den Uni Baskets zwar kaum etwas vorzuwerfen, aber ihrer spielerischen Komponente fehlte es an Ideen. Trotzdem feiert das so geduldige Münsteraner Publikum Adam Tourays Distanztreffer zum 28:54 kurz nach Wiederbeginn in einer Lautstärke, als sei dieser der direkte Anschluss. Es war die Anerkennung für die monatelange harte Arbeit des Publikumslieblings, nach so langer Leidenszeit wieder zurück auf dem Feld zu sein.
Wenige Minuten spielten die Uni Baskets gut mit, ehe die Gäste wieder übernahmen und ihre Führung bis vor dem Schlussviertel auf 43 Punkte ausbauten (35:78). Ausgeglichener verlief dann das Schlussviertel (20:22).
2. Basketball Bundesliga – 27. Spieltag
Uni Baskets Münster – BG Göttingen 55:100 (4:22/23:51/35:78)
Uni Baskets Münster:
O’Brien, Viefhues (6), Dilschmann (8/2), Masnic, Pahnke (5/1), Touray (11/1), Taylor (3), Grühn (2), Ani (2), Jones Jr. (16/1), Alston (2)
BG Göttingen:
Schmitz (2), Ramstedt (4), Sears (22/4), Kirchner (5/1), Drescher (12/2), Lodders (4), Mönninghoff (15/4), Jünemann (3), Jackson (10/1), Dreamer (10/2), Böhmer (13/3)
Viertelergebnisse:
4:22 / 19:29 / 12:27 / 20:22
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 45% (Uni Baskets) / 53% (Göttingen); Dreier-Quote: 18% / 46%; Freiwurf-Quote: 86% / 81%; Assists: 9 / 29; Rebounds: 29 / 48; Turnover: 15 / 12
Schiedsrichter:
Meiler, Khorassami, Sellering
Zuschauer:
2.150 (Halle Berg Fidel, Münster)
davon 425 mit dem Fahrrad
Stimmen zum Spiel
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Wir hatten große Probleme, zu scoren. Schon im ersten Viertel fing das an, dass wir überhaupt nichts hingekriegt haben. Unsere extremen Probleme mit der Göttinger Physis haben sich durchs Spiel durchgezogen. Wir hatten auch Probleme, den Korb zu attackieren. Wir haben ein paar Mal einfach nur den Dreier geschmissen, ohne dass wir eine Chance hatten, auch einmal ein Foul zu kriegen. Den Korb zu attackieren, war ein Hauptthema vor dem Spiel. Sie haben uns auseinander genommen, sind in die Ballbewegung gekommen und haben ihre Schüsse getroffen. Es war auf beiden Seiten des Feldes kein gutes Spiel von uns. Das kann man nicht schönreden.“
Fabian Strauß, Cheftrainer der BG Göttingen: „Ich wünsche Münster für die kommenden Spiele ganz viel Erfolg und drücke die Daumen. Für mich ist Münster ein Standort, der in die ProA gehört. Die Jungs haben das umgesetzt, was wir wollten, was sie sich selbst aufgegeben haben. Das haben sie sehr, sehr gut durchgesetzt. Phasenweise haben wir sehr, sehr schön den Ball bewegt, nochmal den Extrapass geschmissen und den einfachsten Wurf gefunden. Da muss ich ein Riesenlob an meine Jungs aussprechen. Ich weiß auch um die Situation von Götz und Münster. Dementsprechend bin ich da auch sehr respektvoll und weiß, dass wir heute nicht der Gegner waren, den sich Münster sicher gewünscht hat.“
Adam Touray: „Wenn man unten drinsteht, ist jede Offense, jede Defense ein Kampf. Es ist natürlich nicht einfach für den Kopf, das Selbstvertrauen zu haben. Es sind schwere Zeiten. Wir hatten eine ganz gute Trainingswoche, so gut wie lange nicht mehr. Wir sind ins Spiel gegangen als Underdog, hatten nichts zu verlieren. Aber dann kommen die raus, spielen sehr physisch. Die Linie war sehr großzügig. Dann verlierst du das erste Viertel mit 18 und dann fehlt das Selbstvertrauen. Auch wenn es sch… klingt, im Abstiegskampf hilft nur, das Spiel zu vergessen und sich aufs nächste zu fokussieren. Aber das ist nicht so einfach, wie man denkt.“
Erst in Nürnberg, dann gegen Karlsruhe am Atruvia-Day
Am kommenden frühen Samstagabend sind Uni Baskets Münster wieder gefordert. Auswärts geht es dann zu den Nürnberg Falcons. Spielbeginn iin der hochmodernen KIA Metropol ARENA ist um 18.30 Uhr (Tickets). Das nächste Heimspiel der Uni Baskets findet am Samstag, 28. März, statt. Hochball am Atruvia-Day ist wie an einem Samstag in Münster gewohnt um 19.30 Uhr.
Die restlichen Spiele der Uni Baskets
Sa, 21. März, 19.30 Uhr: Nürnberg Falcons – Uni Baskets (Public Viewing im Schaf)
Sa, 28. März, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – PS Karlsruhe Lions (Atruvia-Day, Tickets)
Sa, 4. April, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Tigers Tübingen (Tickets)
Fr, 10. April, 19.30 Uhr: SBB Baskets – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 18. April, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Artland Dragons (Tickets)
Sa, 25. April, 19.00 Uhr: VfL SK-Stars Bochum – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 2. Mai, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Phoenix Hagen (Tickets)










Next (Level) Public Viewing
Nürnberg Falcons – Uni Baskets live im „Schaf“
Alle Auswärtsspiele werden auf einem 14 Quadratmeter großen LED-Screen übertragen – für ein digitales Erlebnis, das Fan-Emotionen und modernste Technik vereint.
Samstag, 21. März: Nürnberg Falcons – Uni Baskets
Live im: Prinzipalsaal „des Schaf“.
Wo: Alter Fischmarkt 26, Münster.
Eintritt: frei / ab 17.30 Uhr

Nächstes Heimspiel
Samstag, 28. März, 19.30 Uhr gegen Karlsruhe





