Grühn beginnt mit zwei Dreiern
Erneut keine Kontinuität beim Personal: Bei den Uni Baskets musste Philip Alston kurzfristig mit Knieproblemen passen. Es fehlten weiterhin Bo Hodges und Julius Ferber. Die Uni Baskets begannen zunächst defensiv gut, gestatteten kaum Wurfoptionen für die Eisbären. Einem Block von Oli Pahnke folgte der schnelle Fastbreak-Dreier von Cosmo Grühn, der noch in den ersten 60 Sekunden seinen zweiten Distanztreffer zur 6:3-Gästeführung folgen ließ.
Für den schnellen Richtungswechsel zugunsten der Bremerhavener sorgten zwei Faktoren. Das Team von Steven Esterkamp erspielte sich geduldig seine Abschlüsse und verwandelte sie gegen die nun luftigere Münsteraner Defensive. Dagegen geriet die zweite Hälfte des Auftaktviertels für die Uni Baskets zu einem Spiel der zahlreich verpassten Chancen, vor allem am Brett (20:10, 10.). Immerhin konnten Paul Viefhues per Dreier und Adam Touray von der Linie den zweistelligen Rückstand auf Reichweite zur Viertelpause reduzieren (20:15).
Spielerisch leichter 19:1-Lauf der Eisbären
Die Eisbären bewegten den Ball insgesamt zu gut (20:7 Assists zur Halbzeitpause) und trafen vor allem über den Ex-Münsteraner Carlos Carter und Miller ihre Distanzwürfe. Die unterlegenen Münsteraner rieben sich zunächst noch nach Kräften auf und blieben bis Mitte des zweiten Abschnitts nach Jason Anis Korbleger immer wieder zumindest in Schlagdistanz (35:27, 15.). Die offensiven Probleme drückten auf die Moral (nur 21 Prozent bis zur Halbzeit im Zweierbereich) und der „Nordsee-Orkan“ fegte in Form eines spielerisch leicht wirkenden 19:1-Laufs über die Gäste hinweg (54:28, 19.). Satte 25 Punkte Rückstand waren Ausdruck eines Klassenunterschieds schon zur Pause (56:31).
Dreierhagel der Eisbären zur 39-Punkte-Niederlage
Auch der Start in die zweite Hälfte war kein besseres Omen für die folgenden 20 Minuten. Schnell erhöhte das Esterkamp-Team in Richtung 30-Punkte-Marke (62:33, 22.). Um diese bittere Marke herum pendelte der weitere Spielverlauf. Carlos Carter stellte auf 80:50 (29.). Bremerhaven bekam immer wieder die freien Dreier und traf diese famos (58 Prozent bei 15 von 26 nach dem dritten Viertel). 84:52 führte der Gastgeber vor dem Schlussviertel nach Viertel drei gegen Münsteraner, die nun wenig Gegenwehr leisteten.
Herzlichen Glückwunsch, Adi!
Jubilar Adi Breitlauch war es vorbehalten, den runden 100:60-Zwischenstand – natürlich per Dreier – herzustellen. Ehre wem Ehre gebührt: Die Uni Baskets gratulieren Adi Breitlauch zu seinem 250. Einsatz für die Eisbären.
2. Basketball Bundesliga – 26. Spieltag
Eisbären Bremerhaven – Uni Baskets Münster 110:71 (20:15/56:31/84:52)
Eisbären Bremerhaven:
Miller (19/4), Falkenthal (5/1), Biss (10/2), Samare (11/1), Carter (22/5), Breitlauch (13/3), Meyer (11/3), Brenneke (11), Ruano Garayoa (3/1), von Seckendorff (5)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (6/2), Viefhues (7/1), McMullen (8), Dilschmann (2), Masnic (4), Pahnke (3/1), Touray (8), Taylor (6/2), Grühn (11/2), Ani (10/1), Jones Jr. (6/1), Alston DNP
Viertelergebnisse:
20:15 / 36:16 / 28:21 / 26:19
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 79% (Bremerhaven) / 52% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 51% / 37%; Freiwurf-Quote: 55% / 64%; Assists: 34 / 17; Rebounds: 36 / 22; Turnover: 12 / 14
Schiedsrichter:
Fingerling, Gilbert, Rucht
Zuschauer:
1.407 (Stadthalle Bremerhaven)
Stimmen zum Spiel
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Bremerhaven ist mit die stärkste Mannschaft in der Liga und ich hoffe auch, dass sie aufsteigen, weil ich Stevens Art, Basketball spielen zu lassen, sehr mag. Vor allem fielen die Dreier heute unglaublich gut bei Bremerhaven. Sie sind gute Werfer, wir haben ihnen auch ein paar gute gegeben, aber trotzdem: Die musst du erst mal so reinhauen. Ich bin nicht unzufrieden. Vor allem: Phil war auch nicht dabei heute. Es haben alle gespielt. Wir haben ein paar gute Dinge gesehen, aber gegen Bremerhaven ist es für uns, so wie es ist, sehr, sehr schwer, ein deutlich besseres Spiel zu machen.“
Steven Esterkamp, Eisbären-Cheftrainer: „Wir wissen, dass Münster in den letzten paar Spielen Probleme hat, zu scoren. Sie haben drei neue Spieler und Touray kommt zurück. Das ist für Götz und sie schwer. Wir haben besprochen, dass es wichtig ist, die Intensität zu bringen. Die Dreier- und Zweierquote sind unglaublich bei uns. Unsere Verteidigung war aggressiv. Die Jungs haben gemacht, was wir besprochen hatten.“
Helge Stuckenholz, Manager der Uni Baskets: „Wenn man von einer undankbaren Aufgabe spricht, wäre das in unserer Situation, nach Bremerhaven zu müssen. Eine Truppe, die gut eingespielt und lange zusammen ist, gegen eine, die beides aus offensichtlichen Gründen leider gerade nicht ist. Dann noch solche Quoten, dann tut es auch mal richtig weh. Gegen Göttingen sind wir glücklicherweise gegen das nächste Spitzenteam zu Hause und hoffentlich mit ein bis zwei Themen, die für den Klassenerhalt essenziell sind, weiter.“
Sonntag Heimspiel gegen BG Göttingen
Am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel auf dem Programm: Zu Gast ist um 18.00 Uhr mit der BG Göttingen ein weiterer Aufstiegskandidat. Sonntag wollen die Uni Baskets gegen den Favoriten mit der Unterstützung ihrer „weißen Wand“ alles versuchen, um zwei Überraschungs-Zähler einzufahren. Für dieses Spiel gibt es noch Tickets in allen Kategorien, kostenlose für Studierende wie gewohnt ab Dienstag, 18.00 Uhr, über das Kultursemesterticket-Kontingent.
Die restlichen Spiele der Uni Baskets
So, 15. März, 18.00 Uhr: UNI BASKETS – BG Göttingen (Tickets)
Sa, 21. März, 19.30 Uhr: Nürnberg Falcons – Uni Baskets (Public Viewing im Schaf)
Sa, 28. März, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – PS Karlsruhe Lions (Atruvia-Day, Tickets)
Sa, 4. April, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Tigers Tübingen (Tickets)
Fr, 10. April, 19.30 Uhr: SBB Baskets – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 18. April, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Artland Dragons (Tickets)
Sa, 25. April, 19.00 Uhr: VfL SK-Stars Bochum – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 2. Mai, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Phoenix Hagen (Tickets)





Nächstes Heimspiel
Sonntag, 15. März, 18.00 Uhr gegen Göttingen
Next (Level) Public Viewing
Nürnberg Falcons – Uni Baskets live im „Schaf“
Alle Auswärtsspiele werden auf einem 14 Quadratmeter großen LED-Screen übertragen – für ein digitales Erlebnis, das Fan-Emotionen und modernste Technik vereint.
Samstag, 21. März: Nürnberg Falcons – Uni Baskets
Live im: Prinzipalsaal „des Schaf“.
Wo: Alter Fischmarkt 26, Münster.
Eintritt: frei / ab 17.30 Uhr
