Attraktiver und spannender Auftakt
Die Uni Baskets hatten personelle Ausfälle zu verkraften. Wie gewohnt fehlten Touray, Hodges, Ferber und weiterhin auch Neuzugang Taylor. Beide Trainer erwarteten kein schönes, sondern ein kampfbetontes Spiel. Es kam anders. Es war vom Hochball an ebenso attraktiv mit High Scoring wie kampfbetont und mit Führungswechseln im Auftaktviertel. Etwas treffsicherer kam der Gast – insbesondere über acht Zähler von Dennis Heinzmann – hinein (9:13, 4.). Dann verwandelten die Gastgeber nach sehr guten Defensivsequenzen und mehrfach guter Ballbewegung die ersten Dreier über Cosmo Grühn, Philipp Alston und Curtis Jones Jr. zum Führungswechsel (17:13, 7.). Leverkusen übernahm wieder leicht das Kommando, sorgte für den neuerlichen, knappen Vorsprung nach den ersten zehn Minuten: 23:24.
Münster mit 7 von 15 Dreiern bis zur Pause
In den zweiten zehn Minuten setzten beide Offensivreihen zunächst weniger Akzente, forciert auch durch gute Defensivarbeit beiderseits. Philipp Alston glich aus (26:26, 13.). Andrew O’Brien leitete den ersten kleineren Lauf der Münsteraner ein. Das Team von Götz Rohdewald bemühte sich immer wieder um spielerische Lösungen und den Extrapass und wurde belohnt. Über 10:6 Assists und zwei Dreier von Nick McMullen erspielten die Uni Baskets die bis dato höchste Führung (39:33, 17.).
Münster traf bis hierhin glänzend aus der Distanz (55 Prozent). Allerdings störte früh die Foulverteilung (12:4). Im weiteren Spielverlauf managten die Unistädter diesen Nachteil allerdings gut. Heinzmann versus Uni Baskets lautete weiterhin das Match-up der Partie. Der Leverkusener Big Man verkürzte nach seinem nächsten Korbleger und schon 18 Zählern auf 41:37 (19.). Cosmo Grühn hielt mit dem siebten Münsteraner Dreier postwendend dagegen und Oli Pahnke erkämpfte vorbildlich Freiwürfe und beendete Zehntel vor der Pausensirene die erste Hälfte eiskalt von der Linie zur 46:41-Pausenführung.
Schlussspurt zur 8-Punkte-Führung
Nach Wiederbeginn erzielten Nick McMullen und Oli Pahnke aus der Distanz nach feinem Pass raus von Thore Dilschmann die ersten fünf Punkte der zweiten Halbzeit zur ersten zweistelligen Führung (51:41, 22,). Münsters Vize-Kapitän hatte Gefallen am Wurf von draußen gefunden, stellte gleich mal auf 56:49 (24.), bevor der Gastgeber dann den Fokus verlor. Und Ballverluste produzierte, die er aber alles in allem besser im Griff als in so mancher Partie dieser Saison hatte (11 insgesamt). Leverkusen glich schnell per 7:0-Lauf aus (56:56, 25.). Mental starke Uni Baskets ließen den Führungswechsel aber nicht zu, auch wenn Dennis Heinzmann weiter scorte. Im Gegenteil: Mit einem klasse Schlussspurt im dritten Viertel schlugen sie über einen 7:0-Lauf zurück. Andrew O’Brien traf unorthodox per Dreier zur 8-Punkte-Führung vor dem packenden Schlussviertel (70:62).
Baskets lösen Crunchtime-Krimi souverän
Das letzte Viertel ging für beide Mannschaften in den roten Bereich. Als Münster aggressiv verteidigte, weiter über Curtis Jones Jr. den 11. Dreier setzte, der aus der Mitteldistanz zum 75:64 (32.) obendrauf packte, war der Weg geebnet. Andrew O’Brien zündete die Halle Berg Fidel immer wieder über seinen enormen Kampfgeist an. Münster forcierte über hohe defensive Intensität Turnover der Giants, versäumte es aber mehrfach, daraus Kapital zur Vorentscheidung zu schlagen. Über seine Defensive und den Dreier von Cosmo Grühn hielt das Rohdewald-Team den knapp zweistelligen Vorsprung bis in die Crunchtime (83:74, 36.).
Und musste doch noch zittern, als Leverkusen über Lok Wurs Dreier auf vier Zähler 2:01 Minuten vor der Schlusssirene aufschloss (83:79). Letzte Freiwürfe schienen den Abend noch mal unschöner enden zu lassen. Dennis Heinzmann ließ aber einen liegen (83:80). Der „endlich“ dritte Heimsieg war deshalb 4,5 Sekunden vor dem Ende nicht mehr in Gefahr, aber immer noch der so wichtige Direktvergleich nach der Münsteraner 96:97-Overtime-Niederlage im Hinspiel. Cosmo Grühn machte mit seinem Freiwurf auch diesbezüglich den Deckel darauf.
2. Basketball Bundesliga – 23. Spieltag
Uni Baskets Münster – Bayer Giants Leverkusen 84:80 (23:24/46:41/70:62)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (14/3, 6 Ass.), Viefhues (2), McMullen (14/2, 11 Reb.), Dilschmann (4), Masnic, Döding DNP, Pahnke (8/2), Grühn (13/3), Ani (5/1), Jones Jr. (9/1), Alston (15/1)
Bayer Giants Leverkusen:
Kremer DNP, Kahl (12/1), Wur (8/2), Langley (17/2), Brach (4), Lynch (7/1), Nicholas (3), Williams Jr. (4), Heinzmann (25, 13 Reb.), Urbansky DNP
Viertelergebnisse:
23:24 / 23:17 / 24:21 / 14:18
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 43% (Uni Baskets) / 51% (Leverkusen); Dreier-Quote: 48% / 27%; Freiwurf-Quote: 76% / 75%; Assists: 20 / 13; Rebounds: 37 / 36; Turnover: 11 / 8
Schiedsrichter:
Bohn, Moskovic, Holtermann
Zuschauer:
2.525 (Halle Berg Fidel, Münster)
Baskets zu Gast zum Westfalenduell in Paderborn
Am kommenden Freitag reist der Tabellen-17. Uni Baskets zum nächsten Auswärtsspiel nach Paderborn (19.30 Uhr), ehe die Länderspielpause folgt. Es ist erneut ein direktes Duell um den Klassenerhalt, denn den vier Punkte vor ihnen liegenden Tabellen-15. könnten die Münsteraner im Erfolgsfalle mit in den Abstiegskampf hineinziehen. Anschließend steht ein Doppelspieltag am Freitag, 6. März, 20.00 Uhr gegen Bayreuth und am Sonntag, 8. März, 15.00 Uhr in Bremerhaven auf dem Programm.
Fotogalerie Uni Baskets – Köln









Next (Level) Public Viewing
Paderborn Baskets – Uni Baskets live im „Schaf“
Alle Auswärtsspiele werden auf einem 14 Quadratmeter großen LED-Screen übertragen – für ein digitales Erlebnis, das Fan-Emotionen und modernste Technik vereint.
Freitag, 20. Februar: Paderborn Baskets – Uni Baskets
Live im: Prinzipalsaal „des Schaf“.
Wo: Alter Fischmarkt 26, Münster.
Eintritt: frei / ab 16.00 Uhr
