Bitterstes Viertel der Saison
Im zweiten Spiel binnen drei Tagen lief das unveränderte Line-up in der Motorworld Köln auf. Weiterhin zum Zuschauen verdammt: Adam Touray, Bo Hodges, Deshon Taylor und Julius Ferber. Der Einstieg gelang nur den Kölnern, die Halle fing früh Feuer. Münsters Würfe fielen nicht oder kamen gar nicht erst zustande, Köln hatte bis Mitte des Viertels über 12:5 Abschlüsse eine 14:3-Führung erspielt. Frühe Auszeit Götz Rohdewald. Sie fruchtete nicht. Unverändert attackierten die RheinStars in der Offense und bauten die Führung nahezu widerstandslos auf plus 25 aus: sage und schreibe 32:7 nach einem desaströsen Münsteraner Auftaktviertel.
Ausgeglichener vor der Pause
Die Aggressivität reichte auch im zweiten Viertel zunächst nicht, um den Rheinstars auch nur annähernd Paroli bieten zu können. Die Münsteraner Defensive hielt bei Attacken der Kölner zum Brett spärlich. 23:9 Rebounds zugunsten der Domstädter nach 12 Minuten unterstrichen einen Klassenunterschied im Rebounding. Erst nach knapp 15 Minuten waren die Gäste nach einem der seltenen Durchbrüche zum Korb überhaupt zweistellig auf dem Scoreboard sichtbar (42:11). Starke Kölner Wurfquoten gingen bis zur Pause etwas herunter, während die Uni Baskets nun etwas freier aufspielten, endlich im 13. Anlauf über Philip Alston einen Dreier versenkten und in ein handelsüblicheres Scoring und Defensivverhalten gelangten. „Nur“ 16:14 ging das zweite Viertel an die RheinStars. 48:21 und tief enttäuschte Münsteraner Gesichter beim Gang in die Halbzeitpause.
Viefhues, Masnic, Grühn mit Distanztreffern
Nach Wiederbeginn eröffnete Nick McMullen mit vier Zählern zum 48:25. Nachlässigkeiten wollte RheinStars-Coach Zoran Kukic gar nicht erst aufkommen lassen und nahm sofort die Auszeit. Anschließend verteidigte Köln wieder ungemein intensiv. Die Münsteraner Wurfauswahl war schwierig, dennoch fielen über Paul Viefhues, Neil Masnic oder Cosmo Grühn endlich auch Dreier. Offensiv bewegten die RheinStars den Ball weiterhin besser als die Gäste und bauten ihren Vorsprung peu à peu auf kaum zu glaubende 37 Zähler bis zur Pause vor dem Schlussviertel aus (75:38).
Schlussviertel 24:11 an Münster
Im vierten Viertel hielten sich die Münsteraner kämpferisch schadlos. Mancher ihrer Ballpassagen war nun die Verkrampfung verloren gegangen. Und die Kölner gaben in Anbetracht ihres sicheren Sieges wahrlich nicht klein bei. Das eine oder andere Scharmützel gehörte unter den Körben weiterhin dazu. Dieses Viertel sah immerhin nach gutem Basketball aus, ging mit 24:11 an die Uni Baskets, wie auch die zweite Halbzeit in Gänze mit 41:38. Ein Trost war dies wahrlich nicht, nicht mal ein schwacher.
2. Basketball Bundesliga – 22. Spieltag
RheinStars Köln – Uni Baskets Münster 86:62 (32:7/48:21/75:38)
RheinStars Köln:
Russel jr. (11/1), Watson (5), Günther (7/1), Begue (3), Hujic (7/1), Davis, Paige, Rohwer (21/1, 11 Reb.), Onyejaka (2), Miller (5/1), Elisias (9), Baptiste (16)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (2), Viefhues (3/1), McMullen (11, 10 Reb.), Dilschmann (2), Masnic (5/1), Döding DNP, Pahnke (3), Grühn (6), Ani (6), Jones Jr. (7), Alston (17/1)
Viertelergebnisse:
32:7 / 16:14 / 27:17 / 11:24
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 60% (Köln) / 44% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 21% / 12%; Freiwurf-Quote: 68% / 72%; Assists: 15 / 4; Rebounds: 51 / 42; Turnover: 10 / 15
Schiedsrichter:
Mitrovski, Behm, Steckas
Zuschauer:
1.306 (Motorworld Köln)
Direktes Duell um den Klassenerhalt gegen Leverkusen
Am Samstag geht es für die Uni Baskets mit dem eminent wichtigen Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Bayer Giants Leverkusen weiter. Hochball ist zur besten Basketball-Primetime um 19.30 Uhr in der Halle Berg Fidel (Tickets).
Fotogalerie Köln – Uni Baskets








Nächstes Heimspiel
Samstag, 14. September, 19.30 Uhr gegen Leverkusen
