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Christina Segeler

Vertrauensperson der schwerbehinderten Beschäftigten an der Universität Münster

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Julius Ferber

Shooting Guard des Zweitligisten Uni Baskets Münster

Was ist gameday.ms – Quick 3?

Ein Drei-Punkte-Wurf ist im Basketball das Sahnehäubchen – im Journalismus sind kurz-knackige Interviews äußerst beliebt. Im gameday kombinieren wir beides: Ein Angehöriger des UBC Münster und ein Uni-Angehöriger stellen sich gegenseitig drei Fragen.

Wir halten es gerne mit Albert Einstein:

„Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen.“

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Die Schwerbehindertenvertretung lag mir immer schon am Herzen.

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Wenn es mit dem Basketball nicht mehr ginge, träfe mich das sehr.

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Ich habe gelesen, dass Du Instrumente spielst. Welche Musik oder Konzerte magst Du am liebsten? Eher den klassischen Bereich oder etwas ganz anderes?
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Ich wurde klassisch erzogen, habe viel klassische Musik gehört und klassisch Klavier gelernt. Mit meinen Brüdern habe ich über Klavier, Geige, Cello oder Orgel viel musiziert. Höre ich klassische Stücke, spiele ich sie gerne am Klavier. Mein Bruder spielt Jazz-Klavier. Meine Freundin mag bestimmte Filmmusiken. Auch das spiele ich dann gerne. Mein früherer Mitspieler Jasper Günther und ich haben elektronische Musik experimentell produziert, weil es Spaß gemacht hat. Manchmal spiele ich einfach auch nur vor mich hin, um runterzukommen.

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Ich habe nach meinem zweiten Kreuzbandriss jetzt zum zweiten Mal die Reha durchlaufen. Wie sah so eine Reha nach deinem so lebensverändernden Unfall aus?
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Die Reha nach meinem Unfall als Neunjährige dauerte ein Jahr in einer großen, medizinisch sehr weiten Rehaklinik in Enschede. Ich musste alles mehr oder weniger neu lernen: Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Kreativtherapie, Schwimmen, Reittherapie. In Enschede habe ich in kürzester Zeit Niederländisch gelernt, war dort auch in der Schule und hatte viele Anwendungen. Das war eine tolle, schöne Zeit. Ich habe viele Menschen und unterschiedliche Denkweisen kennengelernt, was mir sehr geholfen hat.

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Wie nimmst du als Fahrradfahrer die Münsteraner Autofahrer wahr?
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Ich komme ja aus Augsburg. Die Stadt ist nicht gerade als Fahrradstadt bekannt. Münster gefällt mir gerade als solche sehr. Natürlich gibt es Stellen wie am Ludgerikreisel, wo eher Anarchie herrscht. Das gilt für Autofahrer und Radfahrer. Insgesamt sind beide Gruppen meistens gut voneinander abgekapselt, sodass ich gerne mit dem Rad durch Münster fahre. Als ich wegen meiner Verletzung nicht fahren konnte, habe ich gemerkt, wie schön das sein kann. Die Promenade macht schon Spaß.

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Meine Reha läuft gerade nicht so gut, was für den Kopf schwierig ist. Was war am schwersten damals nach deinem Unfall in deiner Reha?
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Als Kind habe ich damals die Welt noch nicht so kritisch angesehen und mich trotz der Reha über alles gefreut, was schön war. Schwierig war es vor nicht langer Zeit, als ich zweieinhalb Jahre schwer krank und bettlägerig war und infolgedessen meine Arbeitszeit reduzieren musste, weil ich nicht mehr so lange sitzen darf. Ich teile mir den Tag jetzt anders ein. Heutzutage komme ich mit dem Rollstuhl super klar, auch wenn Dinge wie keine abgesenkten Bordsteine wirklich nerven. Natürlich fehlt mir Lebenszeit. Auf der anderen Seite genießt man gewisse Momente dann intensiv.

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Wenn du von deiner Kreuzbandverletzung nicht mehr für den Leistungssport genesen würdest, wie sähen dann deine Pläne aus?
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Schon als Talent hatte ich mit schweren Verletzungen zu tun und wusste deshalb früh, dass ich studieren werde. Wenn es mit dem Basketball körperlich nicht mehr ginge, was mich schon sehr, sehr träfe, dann würde ich noch mehr Energie in mein Masterstudium der Informatik stecken. Durch meine lange Verletzungspause merke ich, wie viel mir das gibt. Aber ich bin auch ein sehr kompetitiver Typ. Dafür spiele ich jetzt Darts. Auch wenn es dem Basketball, der Körper und Geist fordert, niemals ersetzen könnte.

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Ich frage mich: Wie kam es dazu, dass du bei der Uni Münster arbeitest?
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Ich hatte das Glück, meine dreijährige Ausbildung in der Verwaltung der Uni in verschiedenen Bereichen machen zu können. Die Uni ist als Arbeitgeber schon sehr gut. Zunächst hatte ich eine halbe, später eine volle Stelle bei der Germanistik – mit zwei super Chefs und tollen Kolleginnen und Kollegen. Die Schwerbehindertenvertretung lag mir schon immer am Herzen, weil ich auf bestimmte Sachen eher aufmerksam werde als jemand ohne Beeinträchtigung. Ich nehme viel für mein privates Leben mit und umgekehrt mit in meine tägliche Arbeit, die mir einfach Spaß macht.

Kurzprofil der Schwerbehindertenvertretung an der Uni Münster

Ziele

Die Schwerbehindertenvertretung der Universität Münster unterstützt die schwerbehinderten und die diesen rechtlich gleichgestellten Personen, ebenso wie chronisch erkrankte Beschäftigte (m/w/d). Sie informiert rund um das Thema (Schwer-) Behinderung und Beruf, ebenso kann sie durch Informationen und Hilfe im Berufsalltag unterstützen. Sie möchte darauf hinwirken, das Leitbild des Sozialgesetzbuches IX (SGB IX) – die gleichberechtigte Teilhabe schwerbehinderter Menschen – im Berufsalltag der Universität zu verwirklichen.

Rechtliches

Das SGB IX bildet die wichtigste Grundlage für die Arbeit der Schwerbehindertenvertretung. Hier ist geregelt, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, die Schwerbehindertenvertretung in allen Angelegenheiten, die einen einzelnen oder auch die schwerbehinderten Menschen als Gruppe berühren, unverzüglich und umfassend zu unterrichten, sie vor einer Entscheidung anzuhören und ihr die getroffene Entscheidung unverzüglich mitzuteilen.

Aufgabenbereich

– Beratung des Arbeitgebers bei Stellenbesetzungsverfahren

– Beratung bei der Arbeitsplatzorganisation und behinderungsgerechten (Um-)Gestaltung von Arbeitsplätzen

– Bedarfsermittlung und Beantragung von Unterstützungsleistungen

– Beratung von langzeiterkrankten Mitarbeitern, die von Schwerbehinderung bedroht sind

– Begleitung bei der Wiedereingliederung am Arbeitsplatz

– Vermittlung weiterer interner und externer Hilfsangebote

– Beratung und Unterstützung bei der Beantragung der Anerkennung einer Schwerbehinderung durch das Versorgungsamt

– Mitarbeit in Gremien

Eine Kooperation von Uni Baskets, Münstersche Zeitung und volt. Werbeagentur.

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Uni Baskets meets Uni Münster

„Dieses Europa im Kleinen ist ganz wichtig für beide Länder.“

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Stephan Kreutzer

„Was mag ursächlich sein und wie kann man unterstützen?

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